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Abtei Viktring

  • Abstimmungsstraße 33, 9073 Klagenfurt am Wörthersee, Austria
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Luoghi religiosi
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Tedesco

Description

Die Abtei Viktring ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster, das im Jahr 1142 von Zisterziensermönchen der Abtei Villers-Bettnach im Herzogtum Lothringen gegründet wurde. Seine Ländereien waren wahrscheinlich eine Schenkung des Grafen Bernhard von Spanheim-Marburg (Maribor), des Bruders von Herzog Engelbert von Kärnten, und seiner Frau Kunigunde, der Tochter des Markgrafen Ottokar II. von Steiermark. Bereits am 13. Mai des folgenden Jahres wurde der erste Abt, Eberhard, geweiht. Die Klosterkirche wurde 60 Jahre später von Eberhard von Regensburg, dem Erzbischof von Salzburg, im Jahr 1202 geweiht. 1234 gründete der Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim die Abtei Landstraß, die später auch als Abtei Kostanjevica bekannt wurde, ein Tochterhaus von Viktring in der Krainer Mark, im heutigen Kostanjevica in Slowenien. Der bedeutendste Abt war der Chronist Johannes von Viktring, ein Vertrauter des Herzogs Heinrich von Böhmen, der sein Amt 1312 antrat. Unter Abt Johannes II. brannte 1411 der größte Teil der Abtei Viktring ab. Ein energischer Wiederaufbau der Abtei und der zu ihr gehörenden Pfarreien wurde jedoch durch ein Dekret des Zisterzienser-Generalkapitels ermöglicht. Im Jahr 1447 schenkte der deutsche König Friedrich III. von Habsburg der Abteikirche einen Altar. Das Stift Viktring wurde im Zuge der Rationalisierungsreformen Kaiser Josephs II. mit Dekret vom 19. Mai 1786 aufgelöst. Die Pfarre Stift Viktring blieb lediglich im Besitz der Kirche und des ehemaligen Pfarrhauses. Der Altar wurde in das Stift St. Bernhard in Wiener Neustadt überführt und nach dessen Zusammenlegung mit dem Stift Heiligenkreuz 1885 an den Wiener Stephansdom verkauft, wo er gegenüber dem Grab Kaiser Friedrichs steht. Ein Teil der Gebäude und Grundstücke wurde 1788 von den Brüdern Johann und Christoph Moro ersteigert, die hier eine Textilfabrik errichteten. Im Jahr 1796 gelang es ihnen, die Herrschaft Viktring in Erbpacht zu erwerben. Der Aufstieg der Firma "Gebrüder Moro" war spektakulär: 1816 besuchte der österreichische Kaiser Franz I. von Habsburg mit seiner Frau Caroline Augusta von Bayern die Fabrik. Das Unternehmen pflegte seine Beziehungen zur kaiserlichen Familie sorgfältig und erhielt 1850 und 1852 weitere Besuche von Kaiser Franz Joseph. Bis 1897 erwarb die Familie Moro das gesamte Kloster und seine Rechte. 1925 verkaufte Adeline von Botka, das letzte überlebende Mitglied der Familie, die Textilfabrik "Gebrüder Moro" an Baron Josef Aichelburg-Zosenegg. Dieser beging 1942 Selbstmord, und das Unternehmen wurde von der Hamburger Aero-Maschinen- und Werkzeugfabrik übernommen. Im Jahr 1956 erwarb die Firma Reichmann den Betrieb, stellte ihn aber zehn Jahre später wieder ein. Im Jahr 1970 kaufte der österreichische Staat die Gebäude und richtete hier 1977 eine Sekundarschule ein. Im Jahr 1999 fand die offizielle Eröffnung des BRG Klagenfurt-Viktring statt, das für seine Spezialisierung auf Musikerziehung bekannt ist.

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