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Schloss Eggenberg

  • Schloss Eggenberg, 8020 Graz, Austria
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Type
Palazzi, Ville e Castelli
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Hosted in
Tedesco

Description

Schloss Eggenberg in Graz ist die bedeutendste barocke Schlossanlage der Steiermark. Mit seinen erhaltenen Ausstattungsstücken, den weitläufigen Landschaftsgärten sowie einigen zusätzlichen Sammlungen des Universalmuseums Joanneum, die in Schloss und Park untergebracht sind, zählt Schloss Eggenberg zu den wertvollsten Kulturgütern Österreichs. Mit seiner Bau- und Ausstattungsgeschichte zeigt es den Wandel und das Mäzenatentum der einst mächtigsten Dynastie der Steiermark, des Hauses Eggenberg. Im Jahr 2010 wurde Schloss Eggenberg aufgrund seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung in einer Erweiterung der Aufnahme der historischen Altstadt von Graz in das UNESCO-Weltkulturerbe gewürdigt. In der nördlichen Ecke des Schlossgeländes befinden sich der Planetengarten und das Lapidarium mit römischen Steinmetzarbeiten sowie der Eingang zum neuen Archäologischen Museum, das den Kultwagen von Strettweg beherbergt. Das Schloss beherbergt das Münzkabinett, das in den ehemaligen Räumen von Balthasar Eggenberger, dem Inhaber der kaiserlichen Münzkonzession und des Münzbetriebs im Spätmittelalter, untergebracht ist, sowie die Schausammlung der Alten Galerie, eine Sammlung von Kunstwerken des Mittelalters bis zur frühen Neuzeit, die fünf Jahrhunderte europäischer Kunstgeschichte umfasst. Geschichte Große Teile des Schlosses stammen aus dem Spätmittelalter und wurden in der frühen Neuzeit weitergebaut. Vor 1460 erwarb Balthasar Eggenberger, Finanzier des Kaisers Friedrich III., ein Grundstück im Westen von Graz, das zu einem festen Adelssitz im Familiennamen wurde. In den folgenden Jahren wurde die Familienresidenz ausgebaut und erweitert. 1625 beauftragte Fürst Hans Ulrich von Eggenberg, Diplomat und Staatsmann, den Hofarchitekten Giovanni Pietro de Pomis mit der Planung seines neuen Schlosses nach dem Vorbild von El Escorial in Spanien. Unter Einbeziehung der ursprünglichen mittelalterlichen Familienresidenz in den neuen Palast leitete de Pomis selbst die Bauarbeiten bis zu seinem Tod 1631. Der Festungsbaumeister Laurenz van de Syppe setzte die Arbeiten zwei Jahre lang fort, bis das Gebäude schließlich von den beiden Bauleitern von de Pomis, Pietro Valnegro und Antonio Pozzo, fertiggestellt wurde. Der Rohbau scheint 1635 oder 1636 fertiggestellt worden zu sein. Zwischen 1641 und 1646 wurden die Arbeiten an den Ornamenten abgeschlossen. Ab 1666 baute Johann Seyfried von Eggenberg, der Enkel Hans Ulrichs, das Schloss im Sinne der barocken Prachtentfaltung aus. 1673 trat die Residenz erneut ins Rampenlicht, als Erzherzogin Claudia Felicitas von Tirol anlässlich ihrer Hochzeit mit Leopold I., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, in Graz im Schloss zu Gast war. Unter Fürst Johann Seyfried wurde in nur 7 Jahren der umfangreiche Zyklus der Deckenbespannung von rund 600 Gemälden in den Räumen des piano nobile vollendet. Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Familie Eggenberg wurden die Eggenberger Prunkräume in einem halb leeren und vernachlässigten Zustand hinterlassen. Der Ehemann der letzten Eggenberger Fürstin, Johann Leopold Graf Herberstein, veranlasste eine umfassende Erneuerung des Komplexes. Zwischen 1754 und 1762 erfuhren Gebäude und Garten ihre zweite große Ausschmückungsphase, diesmal ganz nach dem Geschmack des Rokoko. Die umfangreichste Veränderung war wohl der Abriss des Eggenberger Schlosstheaters, an dessen Stelle eine barocke Schlosskirche errichtet wurde. Die dritte Phase der Veränderungen erfolgte im 19. Jahrhundert und beschränkte sich auf die Wohnräume im ersten Stock des Schlosses. Das Hauptaugenmerk dieser Zeit lag auf der völligen Umgestaltung des barocken Formalgartens in einen romantischen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Die gesamte Anlage blieb bis 1939 im Besitz der Familie Herberstein. Kurz vor dem Krieg wurde Schloss Eggenberg mitsamt dem Park vom Land Steiermark erworben. Das älteste Museum Österreichs, das Joanneum, das am 26. November 1811 von Erzherzog Johann von Österreich gegründet wurde, übernahm die Verwaltung von Schloss und Park. Das Joanneum führte umfangreiche Restaurierungsarbeiten durch, um die während des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Besetzung durch die Alliierten entstandenen Schäden zu beheben. 1953 wurden Schloss Eggenberg und der Eggenberger Schlosspark schließlich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Referenzen: Wikipedia

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