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Pantheon

  • Via del Pantheon, 00186 Roma, Italia
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Type
Luoghi religiosi
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Tedesco

Description

Von allen Monumenten des alten Roms ist das Pantheon am besten erhalten. Diese positive Tatsache lässt sich vor allem durch die Schenkung des byzantinischen Kaisers Phokas an Papst Bonifatius IV. im Jahr 608 und die anschließende Umwandlung in eine Kirche mit dem Namen "S. Maria ad Martyres" (609 n. Chr.) erklären. Ein erstes Pantheon - was auf Griechisch "Tempel aller Götter" bedeutet - wurde 27 v. Chr. von Agrippa (63 v. Chr. - 12 v. Chr.), dem Freund und Schwiegersohn des Augustus, errichtet. Da sie durch mehrere Brände schwer beschädigt worden war, beschloss Hadrian zwischen 120 und 130 n. Chr., sie wieder aufzubauen. Die ursprüngliche Widmungsinschrift des Gebäudes auf dem Gebälk des späteren Umbaus lautet M - AGRIPPA - L - F - COS - TERTIUM - FECIT, d. h. Marcus Agrippa, Lucii Filius, Consul Tertium Fecit (Marcus Agrippa, Sohn des Lucius, Konsul zum dritten Mal, hat es getan). Das Pantheon besteht aus folgenden Elementen: einem Pronaos, der aus drei Reihen von acht Säulen besteht und von einem Tympanon gekrönt wird; einem großen zylindrischen Körper; einer halbkugelförmigen Kuppel, die an ihrer Spitze eine große kreisförmige Öffnung mit einem Durchmesser von 8,92 Metern aufweist. Die große Kuppel ist mit einem Durchmesser von 43,44 Metern die größte der römischen Welt. Er hat den Vorteil, dass er sich nur auf dem zylindrischen Körper abstützt. Sie besteht aus Beton, der mit Bimsstein und Lakunaren (viereckige Innenmulden) versehen ist. Bei Regen entsteht durch die Öffnung ein "Kamineffekt", d. h. ein nach oben gerichteter Luftstrom, der zum Aufbrechen der Wassertropfen führt, so dass selbst bei starkem Regen der Eindruck entsteht, dass es im Inneren weniger regnet; ein Eindruck, der dadurch verstärkt wird, dass die zentralen und seitlichen Entwässerungslöcher im Boden die Bildung von Pfützen verhindern. Der Durchmesser des Pantheons entspricht der Höhe des Gebäudes, das somit idealerweise von einer Kugel umschlossen wird, was auf den Wunsch hinweist, einen perfekten Raum zu schaffen. In die sechs Meter dicke Umfassungsmauer sind sieben Nischen eingemeißelt. Ihre Höhe wird von architravierten Säulen gebildet, die das enorme Gewicht der Kuppel zu tragen scheinen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die römische Architektur in der Kaiserzeit Ehrfurcht einflößend sein wollte. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde das Pantheon in eine christliche Basilika umgewandelt, die Santa Maria della Rotonda oder Santa Maria ad Martyres genannt wurde.

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