Turin ist eine Stadt der tausend "Geheimnisse", es gibt Orte, die nicht einmal "einheimische" Touristen kennen, einer davon ist der Faro della Vittoria, ein Ort, der an sich nicht leicht zu erreichen ist, da er in den Hügeln von Turin liegt. Um dorthin zu gelangen, muss man eine Karte genau studieren, eine labyrinthische Kreuzung von kleinen Straßen entlanglaufen und mit einer nicht ganz perfekten Beschilderung zurechtkommen (obwohl es in den 1980er/70er Jahren überhaupt keine gab).
Der Victory-Leuchtturm stellt, wie der hochtrabende Titel schon andeutet, den Sieg dar. Es handelt sich um die Skulptur einer geflügelten Frau, die eine Fackel hält und sehr klassisch wirkt. Die Statue wurde 1928 von dem Turiner Bildhauer Edoardo Rubino geschaffen. Sie wurde von Senator Agnelli in Auftrag gegeben und der Stadt Turin zu Ehren des Sieges über die Österreicher im (umstrittenen) Ersten Weltkrieg gestiftet. Die Statue ist ausgesprochen groß, die drittgrößte der Welt (was Bronzestatuen betrifft), und mit ihren 18,50 Metern blickt sie von einem der besten Aussichtspunkte Turins auf die Stadt. Die Statue befindet sich auf dem Colle della Maddalena, auf der gegenüberliegenden Seite des Superga-Hügels. Dies ist auch eine Gegend von Turin, die reich an Grün und Natur ist, da sie sich im Parco della Rimembranza befindet, einem Park, der den Gefallenen des Krieges von 1915-18 gewidmet ist. An jedem der Bäume im Park (ca. 4900) wurde eine Tafel mit den Namen der gefallenen Soldaten angebracht. Ein bemerkenswertes Detail ist die Inschrift auf dem Sockel der Statue, die von Gabriele d'Annunzio diktiert wurde. Dieser Ort war jahrzehntelang völlig (oder fast völlig) verwahrlost und wurde erst vor kurzem (2013) durch eine Restaurierung aus privaten Mitteln vollständig wiederhergestellt, was zu seiner Reaktivierung nach Jahren der Inaktivität führte. Der Leuchtturm mit seiner 10.000-Watt-Leistung ist auch von der Stadt aus sichtbar.
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