Die Abtei Monte Maria ist die höchstgelegene Benediktinerabtei in Europa. Die Abtei der Grafen von Tarasp wurde um 1200 erbaut. Die Barockkirche ist die einzige dreischiffige Basilika im Vinschgau. Das romanische Muschelportal aus dem 12. Jahrhundert ist unverändert geblieben. Bemerkenswert sind auch die gotische farbige Gipsplastik der Maria mit dem Kinde und das Fresko neben dem Portal von H. J. Pfeil aus dem Jahre 1650, das den Gründer Ulrich von Tarasp und Leopold von Österreich mit ihren Wappen darstellt.
In der Krypta, die 1156 geweiht wurde, sind romanische Fresken mit byzantinischem Einfluss erhalten, die zu den wichtigsten in Europa zählen. Auf dem Gewölbe der Apsis ist die Christusfigur von den Symbolen der Evangelisten, Cherubim, Engel und Heiligen umgeben. Die langgestreckten Figuren der Engel passen geschickt in die architektonische Trennwand, die die himmlische Gemeinde beherbergt. Die Gesichter sind außerordentlich ausdrucksstark, und die Augen richten sich auf die zentrale Figur Christi.
Das Museum ist in einigen Räumen der Gebäude im Innenhof des Klosters untergebracht. In den Vitrinen und Räumen sind Objekte ausgestellt, die von dem benediktinischen Motto "ora et labora" inspiriert sind. Es gibt auch Dokumente, die sich auf wichtige Ereignisse in der Geschichte der Abtei beziehen. Der Besucher wird auch in die Interpretation der in der Krypta dargestellten allegorischen Figuren eingeführt.
In einigen Vitrinen befinden sich Dokumente und Kunstwerke, die das tägliche Leben des Klosters und die Höhepunkte seiner fast tausendjährigen Geschichte erzählen.