Die Geschichte der Oper ist sehr einfach, denn sie erinnert lediglich an den Mythos, der von den Griechen seit der Antike und insbesondere von dem Dichter Ovid in seinen Metamorphosen überliefert wurde: Es heißt, dass die Nymphe Daphne, die vom Gott Apollo in Liebe verfolgt wird, ihren Vater Peneus, einen Flussgott, bittet, sich in einen Lorbeerbaum zu verwandeln, um dem Gott zu entkommen, der sie verfolgt. Ihrem Antrag wird sofort stattgegeben.
Das Werk stellt lediglich den Moment des größten Pathos in der Geschichte dar, nämlich den Moment, in dem sich Daphnes Gliedmaßen in Äste und Baumrinde verwandeln.
Die extreme Schönheit der beiden Modelle wird vor allem durch ihre Menschlichkeit unterstrichen, aber auch durch das Entsetzen, das in Daphnes Augen zu sehen ist, als sie beginnt, ihren sich verändernden Körper zu beobachten, und diese Angst kann man allein durch einen Blick in ihr Gesicht erkennen.
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