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Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben — Kyoto
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Parks und Gärten 📍 Kyoto, Japan

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben

Die Bambusstämme sind so dicht gedrängt, dass der Himmel verschwindet. Wenn man den Hauptweg des Arashiyama-Bambuswaldes im westlichen Stadtteil von Kyoto entlanggeht, findet man sich in einem grün-bläulichen Gewölbe wieder, das das Licht auf ganz besondere Weise filtert: es ist...

Photo · Rania N.

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben — Kyoto, Japan.

Ort
Kyoto
Kategorie
Parks und Gärten
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Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben - Kyoto | Secret World Trip Planner

Die Bambusstämme sind so dicht gedrängt, dass der Himmel verschwindet. Wenn man den Hauptweg des Arashiyama-Bambuswaldes im westlichen Stadtteil von Kyoto entlanggeht, findet man sich in einem grün-bläulichen Gewölbe wieder, das das Licht auf ganz besondere Weise filtert: es ist kein Schatten, es ist keine Sonne, sondern etwas dazwischen, das seine Farbe im Laufe der Stunden ändert. Diese lichtvolle Qualität, kombiniert mit dem ständigen Rascheln, das der Wind zwischen den Wipfeln erzeugt, macht den Ort so unvergesslich.

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben - Kyoto | Secret World Trip Planner

Der Wald erstreckt sich über etwa 500 Meter entlang eines Fußwegs, der den Tempel Tenryu-ji — ein UNESCO-Weltkulturerbe, das 1339 vom Shogun Ashikaga Takauji gegründet wurde — mit dem Nonomiya-Schrein verbindet. Die Bambusse gehören hauptsächlich zur Art Phyllostachys edulis, die auch als Moso-Bambus bekannt ist, und erreichen Höhen von über 20 Metern. Die Dichte der Pflanzung sorgt dafür, dass selbst eine leichte Brise dieses unverwechselbare Geräusch erzeugt — ein trockenes und zugleich weiches Knacken — das die Japaner als einen der hundert schönsten Klänge Japans betrachten, laut einer Liste, die von der Agentur für Umweltangelegenheiten erstellt wurde.

Die Farben des Waldes zu verschiedenen Tageszeiten

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben - Kyoto | Secret World Trip Planner

Bei Sonnenaufgang, wenn das Licht noch niedrig und schräg ist, nehmen die Stämme einen fast silbernen Farbton an. Das Grün der Wipfel ist gedämpft, fast grau, und die langen Schatten werfen sich quer über den Kiesweg. Es ist der Moment, in dem der Wald am stillsten erscheint: der Touristenverkehr hat noch nicht begonnen und das Geräusch des Bambus dominiert ohne Störungen. Wer bis 7 Uhr morgens ankommt, findet einen fast verlassenen Raum, der sehr anders ist als der, den man zwei Stunden später sehen wird.

Am späten Vormittag, wenn die Sonne beginnt, von oben durchzuleuchten, erstrahlt das Grün in lebhafteren Nuancen: die jüngeren Wipfel zeigen ein leuchtendes, fast fluoreszierendes Grün, während die älteren in ein hartnäckiges Gelb-Grün übergehen. Das zenitale Licht schafft scharfe Kontraste zwischen den beleuchteten Strahlen und den schattigen Bereichen, was die Fotografie schwieriger, aber visuell dramatischer macht. Am späten Nachmittag hingegen färbt sich der Wald golden: die schrägen Strahlen des Sonnenuntergangs dringen seitlich zwischen die Stämme und verwandeln die gesamte Decke in eine schillernde, fast metallische Oberfläche.

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben - Kyoto | Secret World Trip Planner

Der Weg und was physisch zu beobachten ist

Der Hauptweg ist mit verdichtetem Kies gepflastert und von handgefertigten Bambuszäunen umgeben, die die Gärtner des Bezirks regelmäßig erneuern. Bei näherer Betrachtung der Stämme fallen die charakteristischen Knotenbänder auf, die jeden Halms in regelmäßige Segmente unterteilen: Bei erwachsenen Moso-Bambussen kann der Abstand zwischen einem Knoten und dem nächsten 40 Zentimeter überschreiten. Auf der Oberfläche einiger älterer Stämme sind Inschriften zu sehen, die im Laufe der Jahre von Besuchern hinterlassen wurden — ein Phänomen, das die örtlichen Behörden aktiv mit entsprechenden Schildern entmutigen.

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Seitlich des Hauptweges gibt es weniger frequentierte Abzweigungen, die zu den Feldern und historischen Villen des Bezirks führen. Eine davon führt zur Villa Okochi Sanso, dem Wohnsitz des Stummfilm-Schauspielers Denjiro Okochi, der über einen Zeitraum von dreißig Jahren ab den 1920er Jahren erbaut wurde: Das Eintrittsticket, das Tee und traditionelles Gebäck beinhaltet, kostet etwa 1.000 Yen. Der Kontrast zwischen der grünen Dunkelheit des Waldes und dem offenen Garten der Villa ist bemerkenswert.

Wie man ankommt und wann man besucht

Arashiyama Bambuswald: Licht und Klänge erleben - Kyoto | Secret World Trip Planner

Arashiyama erreicht man von Kyoto mit der Sagano-Linie der JR bis zur Station Saga-Arashiyama, oder mit der Hankyu-Linie bis nach Arashiyama, oder auch mit der Keifuku-Linie (der kleinen Straßenbahn). Der Fußweg von der JR-Station zum Wald dauert etwa 10 Minuten. Es gibt kein Eintrittsticket für den Wald selbst, der frei zugänglich ist.

Der nützlichste praktische Rat ist, vor 8 Uhr morgens anzukommen, insbesondere an Wochenenden und in Spitzenzeiten wie dem Frühling (Kirschblüte, Ende März-Anfang April) und dem Herbst (rote Blätter, November). In diesen Jahreszeiten kann der Weg so überfüllt sein, dass es schwierig wird, überhaupt zu gehen. Der Besuch des Waldes dauert im Durchschnitt 20-30 Minuten nur für den Hauptweg, aber das umliegende Viertel verdient mindestens einen halben Tag.

Was zu erwarten ist und was nicht vernachlässigt werden sollte

Der Wald ist kein unberührter Naturpark: Es ist eine gepflegte und verwaltete Umgebung, Teil eines aktiven Stadtteils. Entlang des Weges gibt es Stände, Souvenirläden und Cafés. Das mindert nicht den visuellen Wert, aber es ist gut, mit realistischen Erwartungen zu kommen. Die authentische Magie des Ortes — dieses gefilterte Licht, dieser Klang — ist real und persönlich überprüfbar, erfordert jedoch, dass man sie zu den richtigen Zeiten sucht.

Ein Detail, das viele Besucher vernachlässigen: Wenn man sich mit dem Rücken zur Haupttouristenströmung dreht und nach Norden schaut, wird der Weg schmaler und weniger frequentiert. Hier nähern sich die Bambusse dem Weg und das Gefühl, von dem Wald umgeben zu sein, ist intensiver. Ein paar Schritte in die entgegengesetzte Richtung genügen, um das Erlebnis völlig zu verändern.

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