Der Archäologische Park von Monte Sannace bewahrt eine der wichtigsten indigenen Stätten des vorrömischen Peucezia, die seit dem 19. Jahrhundert durch illegale Ausgrabungen und Plünderungen interessiert war und 1929 unter der Leitung von Michele Gervasio erstmals ausgegraben wurde. Von 1957 bis 1961 führte die Archäologische Oberaufsicht unter der Leitung von Bianca Maria Scarfì regelmäßige Forschungskampagnen durch, die 1976 im Bereich der Unterstadt und seit 1978 auf der Akropolis von Ettore Maria De Juliis wieder aufgenommen wurden. Seit 1999 befindet sich auf dem Gelände eine Ausgrabungsstätte der Universität von Bari; die Siedlung hat Beweise erbracht, die sich auf einen sehr weiten chronologischen Bogen von der Eisenzeit bis zur frühen römischen Kaiserzeit beziehen. Die maximale Prosperität der Stätte lässt sich auf das VI-III. Jahrhundert v. Chr. und insbesondere auf die hellenistische Phase zurückführen. Der Monte Sannace in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. ist von Verteidigungsmauern umgeben, die die Aufteilung des Zentrums in Akropolis und bewohntes Gebiet in der Ebene im Westen nachzeichnen. Der archäologische Wert kommt zum landschaftlichen Wert hinzu, da der Park die Möglichkeit bietet, vollständig in die Landschaft der Murgia einzutauchen. Das Gebiet der antiken Stadt, das zum Archäologischen Park bestimmt war, wurde zahlreichen Restaurierungs- und Aufwertungsarbeiten unterzogen, die neben einer besseren Kenntnis der sichtbaren monumentalen Überreste auch zur Erweiterung der zu besichtigenden Teile und zur Schaffung geeigneter pädagogischer Apparate und Dienste für den Empfang des Publikums geführt haben. Forschung, Restaurierung, Valorisierung und Förderung sind noch im Gange, und der Besuch umfasst zwei Reiserouten: eine archäologische und eine naturalistische. Im ersten Fall wird dem Besucher die Möglichkeit geboten, die topographische Konfiguration und die strukturellen Merkmale der antiken Stadt zu beobachten, im zweiten Fall die naturalistisch-umweltlichen Qualitäten des Ortes als Ganzes zu schätzen und Beobachtungspunkte von besonderem landschaftlichen Interesse zu erreichen. Beide Routen starten von der Masseria Montanaro, die sich am Haupteingang des Parks befindet, und schlängeln sich zwischen der Ebene und den Hügeln, wobei sie sich kreuzen und manchmal auch überlappen. Für weitere Informationen ist es möglich, die neue Website des Parks zu besuchen,