Bamberg ist eine der schönsten Städte in Deutschland, nur wenige Kilometer von Nürnberg entfernt. Sie ist berühmt für ihre Denkmäler und ihre mittelalterlichen und barocken Bauwerke. Diese charmante kleine Stadt ist repräsentativ für die früheren deutschen Städte vor der Industrialisierung. Tausend Jahre Geschichte haben diese prächtige bayerische Stadt - die ersten Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 902, als "castrum Babenberg" nur ein paar hundert Einwohner hatte, heute sind es etwa 70.000 - in ihren Palästen, Kirchen und Straßen geprägt: Der imposante Dom mit seinen vier Glockentürmen und das Alte Rathaus, das wie ein Schiff in der Mitte der Regnitz, einem der Flüsse, die durch Bamberg fließen, vor Anker liegt, ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher sofort auf sich. Der älteste Teil der Stadt ist auf sieben Hügeln erbaut, von denen jeder einzelne eine malerische Aussicht bietet, wobei der Michaelsberg einer der schönsten ist. Eines der wichtigsten Bauwerke ist, wie bereits erwähnt, der Dom, der 1012 geweiht und 1237 fertiggestellt wurde. Im Inneren befinden sich der "Bamberger Reiter", eine Skulptur, die idealtypisch die Figur eines christlichen Königs im Jahr 1200 darstellt, und das Grab von Papst Clemens II, der 1047 starb und als einziger Papst in Deutschland begraben ist. Neben dem Dom befindet sich die Neue Residenz, die 1613 vom Fürstbischof der Stadt erbaut wurde. Sehenswert sind der Kaisersaal mit seinen illusionistischen Fresken und den Porträts der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie der prächtige Rosengarten mit 4.500 Rosen aus 48 verschiedenen Arten. Liebhaber barocker Architektur sollten den Grünen Markt besuchen, der auch für den Obst- und Gemüsemarkt auf dem Maxplatz berühmt ist. Dort befindet sich auch die St. Martinskirche, die von Georg und Leonhard Dientzenhofer zwischen 1686 und 1693 für die Jesuiten erbaut wurde. Auf dem Weg zum Michaelsberg erreicht man die Michaelskirche und das Benediktinerkloster (heute ein Altenheim), das Anfang 1015 unter der Schirmherrschaft von Heinrich II. gegründet und zwischen Ende des 17. Jahrhunderts und 1750 barockisiert wurde. Von der Terrasse aus hat man einen der besten Ausblicke auf Bamberg und das Umland. Wenn man den Hügel verlässt und in die Stadt hinabsteigt, lohnt sich ein Besuch der Karmelitenkirche und des Karmelitenklosters (Karmelitenplatz 1), die im 12. Jahrhundert gegründet wurden und noch immer von den Mönchen bewohnt werden. Die Kirche, die in denselben Jahren wie das Kloster erbaut wurde, wurde zwischen 1692 und 1701 mit neuen Altären, Gemälden und Statuen verschönert. Vom Barock zur Gotik wechselnd, stehen wir vor der Oberen Pfarre, deren Grundstein 1325 gelegt wurde; auch hier ist der Einfluss des 17. Jahrhunderts zu spüren: Der Altar ist ein weiteres prächtiges Beispiel für den Barock. Bemerkenswert ist das Böttingerhaus, das als eines der besten Beispiele für deutsche Patrizierhäuser des Barock gilt. Die Fassade besticht durch reiche Verzierungen und Stuckarbeiten, während das Innere ein prächtiges Treppenhaus, einen Innenhof und einen Garten aufweist. Auch der Schillerplatz, wo der romantische Schriftsteller und Dichter Hoffmann von 1808 bis 1813 lebte, ist einen Besuch wert. Besonders reizvoll sind die malerischen Häuserzeilen entlang der Regnitz - die alten Fischerhäuser, von denen viele aus dem Mittelalter stammen - mit ihren hohen Dächern, zahlreichen Gauben, bunten Fassaden mit blumengeschmückten Balkonen und kleinen Gärten, in denen es auch Bootsanlegestellen gibt. 1993 wurde die historische Altstadt Bambergs zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt sollten Sie in der Brauerei Schlenkerla (Dominikanerstraße 6) eine Pause einlegen und das berühmte Rauchbier probieren, das durch ein spezielles Malztrocknungsverfahren hergestellt wird, bei dem Buchenholz verbrannt wird und drei Jahre lang reift, so dass der Rauch das Malz räuchert und ihm einen besonderen Geschmack verleiht.