
Die Bartholomäuskirche ist die evangelische Kirche des Dorfes Hötensleben in Sachsen-Anhalt, benannt nach dem Apostel Bartholomäus. Das Kirchengebäude wurde um 1500 im spätgotischen Stil an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Die Vorgängerkirche wurde vermutlich im 12. Jahrhundert vom Schöninger Lorenzkloster erbaut. Von der mittelalterlichen Vorgängerkirche ist der quer zum Kirchenschiff stehende Turm auf rechteckigem Grundriss erhalten geblieben. Der Kirchturm befindet sich westlich des Schiffes. Im Osten schließt das Schiff auf drei Seiten ab. Die am Kirchenschiff sichtbaren Widerlager wurden später angefügt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde ein umfassender Umbau notwendig, der in den Jahren 1675-1680 auf Veranlassung des Landgrafen Friedrich zu Hessen-Homburg, der in Hötensleben eine Nebenresidenz hatte, erfolgte. Im Zuge dieser Baumaßnahme erhielt der Turm seinen achteckigen Turm mit Laterne und Spitzhelm. Auch die Portale an der Ost- und Westseite sowie die paarigen Rundbogenfenster mit profilierter Rahmung aus Sandstein entstanden in dieser Zeit. Gleiches gilt für das mit Stufen versehene Wappen vor dem Ostportal.
