Das Brandenburger Tor ist eines der wichtigsten Monumente in Berlin, seit über zwei Jahrhunderten Symbol und Wahrzeichen zugleich. Bis vor wenigen Jahren war es das Wahrzeichen der Teilung der Stadt, und die Besucher stiegen auf seine Aussichtsplattform, um über den Eisernen Vorhang hinaus zu blicken, über das Niemandsland, das Ost- und West-Berlin geographisch und politisch trennte.
Und genau hier, am 12. Juni 1987, drückte Ronald Reagan seinen aufgeklärten Gegner mit den Worten: "Mr. Gorbatschow, brechen Sie diese Mauer ein! Die Rede, die den berühmten Satz von Bundespräsident von Weizsacker aufgriff - "solange das Brandenburger Tor geschlossen bleibt, bleibt die deutsche Frage offen" -, richtete sich an die Bürger Westberlins, wurde aber auch jenseits der Mauer gehört: Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nach dem Fall der Mauer (1989) wurde das Brandenburger Tor zum Symbol des vereinten Neuen Berlin. Am 22. Dezember 1989 wurde das Tor offiziell wieder geöffnet, und 100.000 Menschen strömten in Scharen, um dieses Ereignis zu feiern. Leider wurde das Denkmal gerade bei dieser Gelegenheit schwer beschädigt, so sehr, dass es für die Restaurierung geschlossen werden musste. Das Tor wurde am 3. Oktober 2002 offiziell wieder geöffnet.
Entworfen von Carl Gotthard Langhans und inspiriert von den Propyläen der Akropolis von Athen, wurde das Tor zwischen 1788 und 1791 errichtet. Das einzige heute noch existierende und majestätischste der ursprünglich 18 Tore der Stadt sollte nach dem Wunsch des preußischen Souveräns Friedrich Wilhelm II. den Weg zur Allee Unter den Linden aufwerten.
An der Tür steht die Quadriga, eine imposante, weithin sichtbare Skulptur (1793) von Johann Gottfried Schadow, die den geflügelten Sieg darstellt. Im Jahre 1806, zur Zeit der französisch-preußischen Kriege, wurde die Skulptur von Napoleon als Kriegsbeute nach Paris gebracht, um 1814 triumphierend nach Berlin zurückzukehren.