Die Stasi war die berüchtigte Geheimpolizei der DDR. Sie betrachtete sich selbst als "Schild und Schwert der Partei" und führte einen verdeckten Krieg gegen vermeintliche Staatsfeinde. Das Stasimuseum befindet sich im Haus 1 auf dem ehemaligen Gelände des Hauptquartiers des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS). Das Gebäude wurde 1960-61 als Dienstsitz von Erich Mielke, der von 1957 bis zum Ende der DDR Minister für Staatssicherheit war, errichtet. Am 15. Januar 1990 übernahmen Demonstranten die Stasi-Zentrale. Eine Woche später beschloss der Zentrale Runde Tisch, ein Gremium aus Vertretern der SED-Diktatur und von Bürgerrechtsgruppen, dass im Haus 1 eine "Erinnerungs- und Forschungsstätte zum DDR-Stalinismus" eingerichtet werden sollte. Als aus dieser Absichtserklärung nichts wurde, traten Mitglieder des Berliner Bürgerkomitees und andere Bürgerrechtler in Aktion und begannen mit der Sicherung des historischen Ortes. Im August gründeten sie den Verein "Antistalinistische Aktion e.V.". (ASTAK). Er eröffnete am 7. November 1990 mit der Ausstellung "Gegen den Schlaf der Vernunft" die Forschungsstelle und Gedenkstätte Normannenstraße. Haus 1, später Stasi-Museum genannt, ist seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Geschäftsräume von Erich Mielke sind im Originalzustand erhalten und bilden das Herzstück des historischen Ortes. Seit 1990 informiert ASTAK in verschiedenen Ausstellungen über die Staatssicherheit und die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die DDR-Bevölkerung. Im Haus 1 wurde im Januar 2015 die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" eröffnet, die der Verein gemeinsam mit der Stasi-Unterlagenbehörde geschaffen hat.