Die antike kleine Kirche Santa Maria di Maniace wurde um die Madonnenikone herum gebaut, die der byzantinische General Giorgio Maniace an der Schlachtstätte aufgestellt hatte. Einige Überreste davon sind noch zu sehen, darunter die Apsis, die sich jetzt in der Scheune der Abtei befindet. Die neue Kirche, die zusammen mit dem Benediktinerkloster zwischen 1173 und 1174 im normannisch-gotischen Stil erbaut wurde, hat ein spitzbogiges Portal von großem künstlerischen Prestige. Die Kirche ist ein klassisches Beispiel normannisch-gotischer Architektur. Die Basaltsteinkolonnade und das Fachwerkdach aus Holz prägen die Anlage. Das Innere wird von acht Bogenfenstern beleuchtet, die über den Kolonnaden angebracht sind. Nach dem Erdbeben von 1693 wieder aufgebaut, hat die Kirche einige Originalmerkmale sowie einige wertvolle künstlerische Zeugnisse verloren. Von der ursprünglichen Konstruktion ist das aus Sandstein und Marmor gebaute Spitzbogenportal erhalten. Der spitzbogige Rahmen ist mit geformten Kordeln verziert. Der Bogen wird von zwei Gruppen glatter, runder Säulen getragen, deren Kapitelle Szenen aus der Genesis und monströse, deformierte Wesen darstellen, die von mittelalterlichen "Bestiarien" inspiriert sind (nach anderen Theorien stellen sie die tödlichen Laster dar). Die Kirche beherbergt wertvolle Werke, darunter ein auf Holz gemaltes Triptychon, das den heiligen Benedikt, den heiligen Abt Antonius und, im zentralen Altarbild, die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind darstellt; ein pyramidenförmiges Altarbild, das die heilige Lucia und, im dreieckigen Teil, den Erzengel Gabriel darstellt; zwei im Basrelief geschnitzte Marmorwerke, die den Erzengel Gabriel und die Jungfrau Annunziata darstellen; ein Gemälde auf Holz von der Madonna mit Kind.