Dieser Brunnen befindet sich in der Mitte des Romerberg-Platzes und zeigt ein sehr einfaches Design einer Dame auf einer kleinen Säule, die die Waage der Gerechtigkeit hält. Das Design ist ganz in Schwarz gehalten, ebenso wie die umliegenden Tore und der Brunnen selbst in Terrakotta. Der Gerechtigkeitsbrunnen ist der älteste Brunnen in Frankfurt und seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1543 zurück. Das Objekt ist in der Denkmalliste eingetragen. Die Statue stellt die Göttin Justitie als Symbol der Fruchtbarkeit dar. Ihre Figur hält ein Schwert und eine Waage, hat aber im Gegensatz zum traditionellen Bild keine verbundenen Augen. Zu ihren Füßen befinden sich Reliefs, die die Verkörperung der Tugenden darstellen. Es handelt sich um Gerechtigkeit, Mäßigung, Hoffnung und Liebe.
Die erste Rekonstruktion des Brunnens fand 1611 statt. Der Bildhauer Jan Koch nahm das Denkmal aus rotem Sandstein in Angriff. Das heutige Aussehen des Bauwerks ist dem Frankfurter Kaufmann Gustav D. Manskopf zu verdanken. Er finanzierte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine originalgetreue Nachbildung der Skulptur. Um die Auswirkungen von Witterungseinflüssen auf das Denkmal zu minimieren, wurde es aus Bronze gefertigt.
Bei den Krönungszeremonien des Heiligen Römischen Reiches floss aus dem Brunnen Wein statt Wasser.