Das Dorf liegt an den Hängen des Gran Sasso und wird von der riesigen Hochebene des Campo Imperatore beherrscht, die von vielen als "Klein-Tibet" bezeichnet wird. Das Gemeindegebiet gehört zum Gebiet des Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga. Die Nähe zu den reichen Weidegründen der Hochebene hat die Viehzucht immer begünstigt, die sogar den Niedergang der Wandertierhaltung überlebt hat. Die uralte Weidewirtschaft hat ein Hirtengeschlecht hervorgebracht und eine solide und berühmte Käsetradition begründet, die sich über die Jahrhunderte erhalten hat. Ricotta und Käse aus Castel del Monte waren schon im alten Rom sehr beliebt und begehrt. In der Vergangenheit, während des langen Winters und in der Einsamkeit der Almen, waren Handwerker und Hirten Meister der Holzschnitzerei und schnitzten Gegenstände mit rustikalen Verzierungen. Heute ist das Dorf ein beliebtes Touristenzentrum, vor allem in den Sommermonaten.