Die Burg Haut Koenigsbourg ist eine strategisch günstig gelegene mittelalterliche Festung im Elsass. Ihr heutiges Aussehen verdankt sie dem Wiederaufbau, der Anfang des 20. Jahrhunderts im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. durchgeführt wurde. Im Inneren sind mittelalterliche Waffen und Möbel aus der Renaissance ausgestellt.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert als eine von vielen Festungen an der unruhigen Grenze zwischen Frankreich und den deutschen Königreichen errichtet. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie wiederholt in Kriegen zerstört. Der Dreißigjährige Krieg verursachte ihm die größten Verluste. Ab Mitte des siebzehnten Jahrhunderts blieb sie in Trümmern. Im Jahr 1899 ordnete Wilhelm II. den Wiederaufbau der Burg an. Der Wiederaufbau erfolgte unter Beibehaltung des mittelalterlichen Erscheinungsbildes. In einigen Räumen wurden auch Fresken aus der Gotik und der Renaissance rekonstruiert, die in der Vergangenheit gefunden wurden.
Die auf einem Hügel stehende Burg ist dank des massiven, quadratischen, mit einem Walmdach bedeckten Turms weithin sichtbar. Daneben befindet sich ein rechteckiges Wohngebäude. Derzeit beherbergt es Museumsausstellungen. Die wichtigste davon ist den mittelalterlichen Waffen gewidmet. Zu sehen sind Armbrüste, Kriegsbögen, Schwerter und andere weiße Waffen sowie komplette Rüstungen für Ritter und ihre Pferde.