Die Region Chapada Diamantina liegt tief im Landesinneren und ziemlich weit entfernt von allen großen Städten, die hauptsächlich entlang der langen Küste Brasiliens verstreut liegen. Dennoch lohnt es sich, abseits der Touristenpfade zu wandern und die atemberaubende Natur der Chapada Diamantina zu erkunden. 1985 wurde im Bundesstaat Bahia der Nationalpark Chapada Diamantina gegründet. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 152.000 Hektar in einem Dutzend Gemeinden und ist damit einer der größten brasilianischen Nationalparks außerhalb des Amazonasgebiets. Im Herzen von Bahia gelegen, gilt die Chapada Diamantina als eine Oase inmitten von Sertão, mit milden Temperaturen und ewigen Flussquellen. Die Region wurde über Milliarden von Jahren angezogen, als die Regenfälle, Winde und Flüsse die Felsen gemeißelt und Täler und Berge geschaffen haben. Der Park hat immer noch keine Besuchskontrolle, aber man kann ihn von vielen Orten aus besuchen, insbesondere von Lençóis, Vale do Capão, Mucugê, und Andaraí. Der Zugang zu seinen Attraktionen erfolgt meistens durch Wanderungen. Mit seiner reichen Architektur und einer hohen Anzahl denkmalgeschützter Gebäude des Historischen und Künstlerischen Instituts (IPHAN) ist der Ort ein Zufluchtsort für den kulturellen Austausch zwischen Einheimischen und Touristen. Die Bergbauzeit hinterließ ihr Vermächtnis, das der Chapada Gefühl, Geschmack und Identität verleiht. Das große Ziel des Schutzes dieses Gebietes ist die Erhaltung seiner Flussquellen, wobei der Fluss Paraguaçu hervorzuheben ist, der für die Versorgung von 60% der Bevölkerung Salvadors verantwortlich ist. Der Park bewahrt auch eine genetische Bank, die für die wissenschaftliche Forschung und die Erhaltung der Artenvielfalt wichtig ist. Jedes Jahr werden in der Region mindestens vier oder fünf neue Arten endemischer Pflanzen und drei Tierarten entdeckt.