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Chapada dos Veadeiros: Wildes Hochland Brasiliens — GO
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Parks und Gärten 📍 GO, Brasilien

Chapada dos Veadeiros: Wildes Hochland Brasiliens

In über 1.000 Metern Höhe erstreckt sich der Nationalpark Chapada dos Veadeiros über etwa 240.000 Hektar im Herzen des brasilianischen Cerrado, im Bundesstaat Goiás. Hier tritt Quarz überall zutage: an den Wänden der Schluchten, im Grund der Flüsse und auf den Wegen, die durch ei...

Photo · Rania N.

Chapada dos Veadeiros: Wildes Hochland Brasiliens — GO, Brasilien.

Ort
GO
Kategorie
Parks und Gärten
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Chapada dos Veadeiros: Wildes Hochland Brasiliens - GO | Secret World Trip Planner

In über 1.000 Metern Höhe erstreckt sich der Nationalpark Chapada dos Veadeiros über etwa 240.000 Hektar im Herzen des brasilianischen Cerrado, im Bundesstaat Goiás. Hier tritt Quarz überall zutage: an den Wänden der Schluchten, im Grund der Flüsse und auf den Wegen, die durch eine der ältesten tropischen Savannen des Planeten führen. Die Gesteine, die dieses Hochland bilden, sind schätzungsweise etwa 1,8 Milliarden Jahre alt und gehören zu den ältesten geologischen Formationen der gesamten westlichen Hemisphäre.

Chapada dos Veadeiros: Wildes Hochland Brasiliens - GO | Secret World Trip Planner

Der Park wurde 2001 von der UNESCO als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, eine Auszeichnung, die nicht nur seine außergewöhnliche Geologie widerspiegelt, sondern auch die außergewöhnliche Dichte endemischer Arten des Cerrado, eines Bioms, das etwa 5 % der gesamten Biodiversität des Planeten beherbergt, obwohl es zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen der Welt gehört.

Der Cerrado und seine unvergessliche Fauna

Wer die Pfade der Chapada dos Veadeiros bei Sonnenaufgang entlanggeht, hat gute Chancen, den Mähnenwolf, den lobo-guará auf Portugiesisch, zu treffen, eines der faunistischen Symbole des Cerrado. Mit seinen langen Beinen und dem rötlichen Fell bewegt sich dieser einsame Canide zwischen den hohen Gräsern auf der Suche nach Früchten und kleinen Tieren. Es ist kein garantiertes Sichtung, aber die Bevölkerungsdichte im Parkgebiet gehört zu den höchsten in Zentralbrasilien.

Ebenso emblematisch ist der tamanduá-bandeira, der große Ameisenbär, der langsam durch die offenen Bereiche des Parks mit seiner röhrenförmigen Schnauze und den riesigen Vorderpfoten, die zum Durchbrechen von Termitenhügeln geeignet sind, wandert. Unter den Vögeln beherbergt der Park über 300 erfasste Arten, darunter den Toco-Tukan und verschiedene Arten von Aras, die bunten Papageien, die paarweise über die niedrigen Baumkronen der Savanne fliegen.

Ich Schluchten, die Flüsse und der leuchtende Quarz

Der Rio Preto und der Rio Claro sind die Wasseradern des Parks. Ihr Wasser, klar und blau-grün aufgrund der Mineralien, fließt über Betten aus geschliffenem Quarz und bildet Wasserfälle und natürliche Becken, die über geführte Wanderwege zugänglich sind. Der Wasserfall Cariocas und die Becken des Rio Preto gehören zu den meistbesuchten Zielen, die mit Wanderungen von zwei bis fünf Stunden erreichbar sind.

Beim Wandern auf den Wegen fällt sofort der weiße Quarz auf, der aus dem eisenhaltigen roten Boden des Cerrado herausragt: Die Kristalle reflektieren das Sonnenlicht und verleihen der Landschaft in bestimmten Abschnitten ein fast mondähnliches Aussehen. Dieser reichlich vorhandene Quarz ist auch der Grund, warum die Region seit Jahrzehnten spirituelle Gemeinschaften und Kristalltherapie-Enthusiasten anzieht, die sich in der Umgebung von Alto Paraíso de Goiás niedergelassen haben, der Gemeinde, die als Zugangstor zum Park dient.

Wie man den Besuch organisiert

Der Zugang zum Park ist reguliert und die meisten Wanderwege erfordern die Anwesenheit eines akkreditierten Führers, der über die lokalen Agenturen in Alto Paraíso de Goiás gebucht werden kann. Die durchschnittlichen Kosten für einen geführten Tag liegen zwischen 150 und 300 brasilianischen Reais pro Person, abhängig von der gewählten Route. Das Eintrittsticket für den Park hat separate Kosten, die auf der offiziellen Website des ICMBio, der brasilianischen Bundesbehörde, die die geschützten Gebiete verwaltet, einsehbar sind.

Die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, während der Trockenzeit: die Wanderwege sind sicherer, die Flüsse haben stabile Pegel und die Becken sind zum Schwimmen zugänglich. Während der Regenzeit, von Oktober bis April, werden einige Bereiche aufgrund von Hochwassergefahr geschlossen und die Wanderwege werden rutschig. Alto Paraíso liegt etwa 250 Kilometer von Brasília entfernt und ist mit dem Auto über die BR-020 in etwa drei Stunden erreichbar: Es gibt keine direkten Verbindungen mit dem Zug oder schnellen Bussen, daher ist die Anmietung eines Autos die praktischste Lösung für diejenigen, die aus der Bundeshauptstadt anreisen.

Wo man schlafen kann und was man erwarten kann

Alto Paraíso de Goiás bietet eine bescheidene Auswahl an Pousadas, den typischen brasilianischen Pensionen, mit Preisen, die im Vergleich zu internationalen Standards erschwinglich sind. Die Stadt hat eine ruhige und alternative Atmosphäre, mit Restaurants, die vegetarische Küche anbieten, und Geschäften mit lokalem Kunsthandwerk. Erwarten Sie keine Luxusunterkünfte: Der Reiz des Ortes liegt gerade in seiner kleinen Dimension und der unmittelbaren Nähe zur Natur.

Wer plant, mindestens drei Nächte in der Gegend zu verbringen, kann mehrere Ausflüge kombinieren und hat Zeit, sich an die Höhe und das langsame Tempo des Cerrado zu gewöhnen. Es ist unerlässlich, Wanderschuhe mit rutschfester Sohle, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor und ausreichend Wasser mitzubringen: Die Wanderwege sind lange der Sonne ausgesetzt und die Temperaturen tagsüber können auch in der Trockenzeit 30°C überschreiten.

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