Die "Cicerchiata" ist ein traditionelles Gebäck, bei dem es mehrere Rezeptvarianten gibt, nicht nur bei den Zutaten, sondern auch bei der Zubereitung und der Form. Dieses Gebäck ist in den Abruzzen sehr beliebt, vor allem im Sangro-Gebiet, wo die Imkerei erfolgreich ist und hochwertigen Honig produziert. Das Gebäck besteht aus kleinen, frittierten Teigkugeln (die "cicerchie" genannt werden, da sie Graserbsen ähneln), die mit Honig "zusammengeklebt" werden. Für den Teig wird auf einer Arbeitsfläche eine Mulde aus 240 g feinstem Mehl hergestellt, in die zwei Eier mit zwei Löffeln nativem Olivenöl extra, 20 g Zucker und einem Löffel trockenem Weißwein geschlagen werden. Die Mischung muss kräftig geknetet werden, bis ein glatter, ziemlich fester Teig entsteht, der eine Weile ruhen muss. Kleine Teigmengen werden zu bleistiftgroßen Schlangen gerollt und dann zu kleinen Klumpen geschnitten und zu Kugeln gerollt. Die Teigkugeln werden in Olivenöl frittiert, abgetropft und beiseite gestellt. In einer anderen Pfanne werden 100 g Honig mit 100 g Zucker und einem Esslöffel nativem Olivenöl extra karamellisiert. Sobald dieser Karamell eine goldene Farbe annimmt, werden die zuvor zubereiteten Teigkugeln hinzugefügt und mit einem Holzlöffel schnell umgerührt und gut vermischt. Die so entstandene Masse wird auf eine Servierplatte gekippt und von einem Koch, der zuvor seine Hände in kaltes Wasser getaucht hat, von Hand in die gewünschte Form modelliert. Normalerweise wird das Konfekt zu einem Ring geformt, aber manche ziehen es vor, runde, einzelne Portionen herzustellen. Oft wird die Oberfläche mit gerösteten und gehackten Mandeln garniert, oder mit Hunderten und Tausenden von Mandeln, die an den Spaß und den Humor der Karnevalszeit erinnern. Beim Aufschneiden kommt die spröde, zarte Natur der gelben "Cicerchie" zum Vorschein und der süße Duft von Honig wird deutlich. Im Laufe der Jahre wurden einige Zutaten des Rezepts abgeändert, z. B. durch die Zugabe von kandierten Früchten und Mandeln.