Das für 100 Millionen Euro erbaute und 2005 eröffnete Museum CosmoCaixa (ausgesprochen "caisha") für Wissenschaft ist eines der spannendsten und mit über 30.000 m² auch eines der größten Museen in Barcelona und in Spanien. Das Museumszentrum umfasst interaktive Naturausstellungen, ein Planetarium, eine Bibliothek und einen Experimentierraum für Kinder. Die Hauptattraktion ist die dem Regenwald gewidmete Ausstellung - hier kann man über 100 Tierarten sehen und das Klima des Dschungels auf der eigenen Haut spüren.
Wenn man im Untergeschoss angekommen ist, sieht man als erstes eine Rolltreppe, die in ein höheres Stockwerk führt. Aber das CosmoCaixa würde nicht so einen guten Ruf in der ganzen Welt genießen, wenn man nicht schon die ersten Attraktionen sehen könnte: Die Außenseite der Rolltreppe ist aus Glas, so dass man direkt in sie hineinschauen und sehen kann, wie sie funktioniert.
Wahrscheinlich haben Sie schon im Physikunterricht vom Foucaultschen Pendel gehört? Das mehr als 40 m lange Fadenpendel mit einer schweren Eisenkugel demonstriert die Erdrotation. Das Pendel bewegt sich und unter ihm dreht sich die Erde, während das Pendel in einem geraden Bogen weiterschwingt. Auf diese Weise stößt das Pendel alle paar Minuten eine der kleinen Stelen um, die kreisförmig um es herum angeordnet sind. Ein Originalpendel, wie es von Foucault verwendet wurde, ist ebenfalls ausgestellt.
In der untersten Halle im Untergeschoss können die Besucherinnen und Besucher Experimente aus den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen ausprobieren. Auf anschauliche Weise erfährt man, welche Arten von Wellen es gibt und welche Arten von Wellen im Meer vorkommen. Ein Wellensimulator veranschaulicht, wie Wellen das Ufer formen. Oder Sie erzeugen einen Sandsturm und sehen, wie Sanddünen entstehen und sich bewegen. Oder du erzeugst einen Tornado, dessen Auge du sogar mit deinen Händen anfassen kannst! Es gibt noch viele weitere interessante Experimente mit Wasser und jede Menge optischer und akustischer Experimente.
Im nächsten Abschnitt dreht sich alles um Geologie. Ein Modell zeigt, wie die Form eines Vulkans entsteht. An der "mur geològic", der geologischen Wand, kann man verschiedene Gesteinsarten untersuchen, wie zum Beispiel gefaltete Gesteinsformationen, die man auch in den Alpen findet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Experimente, die zeigen, wie die jeweiligen Gesteinsformationen entstehen.
Im Museum CosmoCaixa gibt es auch wissenschaftliche Wechselausstellungen. Wer mehr über unseren Kosmos erfahren möchte, kann im Planetarium zu den Sternen aufschauen (gegen Gebühr). Erkundigen Sie sich am Informationsschalter nach den Vorstellungszeiten.
Auf dem weitläufigen Außengelände können Sie picknicken oder physikalische Experimente ausprobieren. Das größte besteht aus zwei etwa 80 m voneinander entfernten Satellitenschüsseln, die zeigen, wie leicht Schallwellen übertragen werden: Eine Person spricht in die Satellitenschüssel an einem Ende und die andere kann die Worte trotz der Entfernung zwischen den beiden hören.
Das Museum genießt nicht umsonst einen ausgezeichneten Ruf. Nicht nur Kinder werden sich an den Experimenten erfreuen. Das Museum ist wirklich einen Ausflug wert, aber man sollte genügend Zeit dafür einplanen (mindestens 2 bis 3 Stunden).