Das Berg- und Schmuggelmuseum ist in einem Gebäude mit typischer Walser-Architektur in Prati im Ortsteil Staffa untergebracht. Draußen befindet sich eine Büste des Künstlers G. Radice in Erinnerung an den großen Maler Carlo Bossone. Die Ausstellung gliedert sich in drei Themen, die durch den roten Faden des Berges miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss befindet sich ein wertvoller Plattenzyklus des Mailänder Karikaturisten und Publizisten Aldo Mazza (1880-1964), der mit Ironie vom Bergsteigen am Monte Rosa erzählt.
Im Zwischengeschoss veranschaulicht eine bedeutende Sammlung von Funden die Geschichte des Bergsteigens in Macugnaga. Viele davon gehörten Bergsteigern, die an der "Rosa"-Wand umgekommen waren und vom Gletscher zurückgebracht wurden. Im Korridor befinden sich Materialien und Ausrüstungen, mit denen die berühmte Macugnaga-Führergruppe die Ostwand des Monte Rosa erobert hat: Skier, Seile, Rucksäcke, Steigeisen und perfekt erhaltene Originalkleidung. Der Abschnitt über das Bergsteigen wird durch eine Reihe von Dokumenten über den großen Macugnaga-Bergführer Mattia Zurbriggen (den Erstbesteiger des Aconcagua) ergänzt.
Der dem Schmuggel gewidmete Abschnitt zeugt anhand einer sehr reichen Dokumentation von der jüngsten Vergangenheit der Bergbevölkerung. Fotografien, journalistische Artikel, direkte Zeugenaussagen ermöglichen die Vertiefung einer Illegalität, die sich oft in der einzigen Form des Lebensunterhalts ganzer Familien niederschlägt.