Das bischöfliche Schloss überragt die Dächer der Stadt Bruneck (Bruneck), als ob es noch heute die Einwohner bewachen müsste. Bischof Bruno von Kirchberg ließ zwischen 1251 und 1288 n. Chr. Schloss Bruneck errichten, um sein Territorium im Pustertal schützen zu lassen. Gleichzeitig begann er auch mit dem Bau einer Stadt am Fuße dieses mächtigen Bauwerks, das der Burg seinen Namen verdankt. Bereits im 14. Jahrhundert wurde Castel Brunico durch Bischof Albert von Enn erweitert, der ebenfalls eine Ringmauer um die Festung errichten ließ. Unter der Herrschaft verschiedener anderer Bischöfe wurde die Burg in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert.
Erst der Fürstbischof Christoph von Schroffenstein ließ die Burg in eine Residenz umwandeln und gab ihr die heutige Gestalt. Das spätgotische Südportal aus dem Jahr 1584, das einst nur über eine Zugbrücke zugänglich war, stellt den Haupteingang dar. Hinter diesem Tor erhebt sich ein mächtiger Bergfried, der den ältesten Teil der Burg darstellt. Im Inneren kann man auch zahlreiche Wappen der Bischöfe sehen, die im Laufe der Zeit in Castel Brunico residierten.
Allerdings ist ein großer Teil der Fresken abgestumpft und nicht mehr erkennbar. Dennoch locken die besondere Atmosphäre und mehrere Veranstaltungen jedes Jahr zahlreiche Menschen auf den Hügel oberhalb der Stadt an der Rienza. Reinhold Messner weihte hier 2011 sein fünftes von sechs "Messner Mountain Museum", das MMM Ripa, ein. Dieses interaktive Museum ist den Bergvölkern gewidmet und bietet die Dauerausstellung "Das Erbe des Berges".