Versteckt in der imposanten Burg von Leeds, ist Kent eines der kleinsten und exzentrischsten Museen der Welt: das Hundehalsband-Museum. Seit 1976 zeigt diese winzige Sammlung, die im ehemaligen Stall des Schlosses untergebracht ist, eine eklektische Reihe von Objekten. Von Halsbändern mit so vielen Stacheln, dass sie wie Folterinstrumente aussehen, bis hin zu einem aufwendig verzierten Halsband, das das Familienwappen enthält, vermitteln diese Accessoires des Hundebesitzes eine hervorragende Vorstellung davon, wie Menschen ihre Haustiere seit mehr als 500 Jahren verwöhnt haben. Diese einzigartige Sammlung besteht aus fast 100 Halsbändern, die vom irischen Mittelalterforscher John Hunt und seiner Frau Gertrude gesammelt wurden. Die von der Leeds Castle Foundation erweiterte Sammlung umfasst Stücke, die die Geschichte vom Mittelalter bis zur viktorianischen Zeit umfassen. Im 15., 16. und 17. Jahrhundert waren die Wälder Europas voll von Raubtieren, die den Jagdhunden, die in ihr Territorium eindrangen, gerne die Kehlen herausrissen. Um ihre treuen Gefährten zu schützen, statteten die Jäger die Hunde mit dicken Eisenhalsbändern aus, die mit beeindruckenden Stacheln bedeckt waren. Eine weitere faszinierende Zeit für die heute alltäglichen Haustierklammern war das 18. Jahrhundert, als sie immer dekorativer und weniger funktional wurden - barockes Leder, verziert mit Metallarbeiten und Samt, manchmal mit den Waffen königlicher Besitzer.