Der Kurfürstliche Palast ist eines der wichtigsten Beispiele für das frühe französische neoklassizistische Großhaus im Südwesten Deutschlands. Es war die Residenz des letzten Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Clemens Wenzel von Sachsen, der den Bau im späten 18. Jahrhundert in Auftrag gab. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der preußische Kronprinz (später Kaiser Wilhelm I.) während seiner Jahre als Militärgouverneur der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen dort seine offizielle Residenz. Das Schloss besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude (Corps de logis), das sich in Nord-Süd-Richtung parallel zum nahen Rheinufer erstreckt, und zwei halbkreisförmigen Flügeln, die sich von dort aus auf der der Stadt zugewandten Westseite erstrecken und den großen Schlossvorplatz umschließen.