Das Nationale Schifffahrtsmuseum, das in einem riesigen ehemaligen Arsenal aus dem Jahr 1656 untergebracht ist, wurde 2011 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet und widmet sich der Bedeutung der maritimen Geschichte Amsterdams. Während des Goldenen Zeitalters im 17. Jahrhundert waren die Niederlande dank ihres Handelsreichtums und ihres weltumspannenden Reiches eine der reichsten Mächte der Welt. Es war eine Zeit des großen Fortschritts in Amsterdam, als der Grachtenring gebaut wurde und das Bürgertum reich wurde. All dies spiegelt sich in interaktiven und audiovisuellen Darstellungen von Schiffsmodellen, maritimen Ölgemälden, Seekarten, Tafelsilber und Waffen wider; die Entwicklung der sagenhaft erfolgreichen Niederländischen Ostindien-Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie oder VOC) wird dargestellt, und die Besucher werden als Frachtstück auf eine simulierte Reise durch Amsterdam mitgenommen. Der europäische Sklavenhandel und der Walfang sind zwei heute umstrittene Themen, die in der Ausstellung sensibel behandelt werden.