Nicht weit von den Ufern des Tibers, 15 km von Perugia entfernt, befinden wir uns in einer winzigen, alten Stadt auf einem sanften Hügel, umgeben von Wäldern. Wir befinden uns im "Land der Töpfer", wie dieser Ort, der in der ganzen Welt für seine Keramik berühmt ist, in der Antike bekannt war. In Deruta ist Keramik im Grunde überall zu finden: Das Begrüßungsschild am Eingang der Stadt besteht nicht aus einer kalten Metallplatte, sondern aus einem freundlichen Stück Keramik, während auf der Straße, die zum antiken Stadtkern und zur Stadtmauer hinaufführt, kleine Läden und Keramikwerkstätten zu finden sind, die meist Formen und Dekorationen des klassischen Geschmacks aufweisen, aber auch Freiheit und oft besonders originellen Jugendstil. Die Bänke im Garten sind aus Keramik (es gibt sogar eine, die das Motto "dulce est amare" (die süße Liebe) trägt, das den Zärtlichkeiten der Liebenden vorbehalten ist), ebenso wie die Schilder für das Kunstgymnasium, die Straßennamen, die Tische der Bars auf den Plätzen und die religiösen Bilder in der Kirche S. Francesco mit ihren beiden Glockentürmen. Zu den Bildern in der Kirche gehört eine Ikone der Heiligen Katharina von Alexandria, der Schutzpatronin der Keramiker und Töpfer. Am Wochenende findet hinter der Kathedrale San Lorenzo ein ebenso kleiner wie charakteristischer Keramikmarkt statt, eine winzige Ansammlung von Ständen mit Keramikgeräten und Ornamenten, die alle von Hand gefertigt wurden. Entdecken Sie ein originelles Stück, das Sie mit nach Hause nehmen oder als Geschenk verwenden können: es ist für jeden Geschmack etwas dabei! In Deruta, einer Stadt mit weniger als 6.000 Einwohnern, gehört die Keramik zum Alltag: Die Familien hier haben alle mindestens ein Mitglied, das in der Keramikherstellung oder -dekoration arbeitet. Hier kennt die kreative Inspiration der Handwerker keine Grenzen. Es gibt sogar einen jungen Musikliebhaber, der aus Keramik perfekt funktionierende Gitarren geschaffen hat. Und es scheint, dass sogar der legendäre Carlos Santana das Instrument zu schätzen wusste, nachdem er es auf dem Umbria Jazz Festival als Geschenk erhalten hatte! Schließlich gibt es noch das Regionale Keramikmuseum, das 1898 im Kloster der Kirche San Francesco gegründet wurde und neben einigen großen Meisterwerken eine Reihe von kleinen Geheimnissen enthält. Sie können sich in der Bewunderung griechischer, römischer und etruskischer Beispiele, einer Deruta-Abteilung aus dem 14. bis 17. Jahrhundert und einer reichen Sammlung zeitgenössischer Werke verlieren. Eine Schatzkiste von Wundern also, mit anderen Worten, mit mehr als 6.000 Stücken (und ständig steigend!), die allein schon die Reise nach Deruta wert ist.