Pompeji war eine große römische Stadt in der italienischen Region Kampanien, die nach dem Ausbruch des nahe gelegenen Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. vollständig unter vulkanischer Asche begraben wurde. Die Stadt wurde im 19. und 20. Jahrhundert n. Chr. ausgegraben und hat aufgrund ihres ausgezeichneten Erhaltungszustands einen unschätzbaren Einblick in die römische Welt gewährt und kann für sich in Anspruch nehmen, die reichste archäologische Stätte der Welt zu sein, was die schiere Menge an Daten angeht, die den Wissenschaftlern zur Verfügung steht.Die römische Stadt Pompeji erstreckt sich über etwa drei Quadratkilometer (ein Drittel ist noch nicht ausgegraben), aber auch die äußeren Vororte waren dicht besiedelt. Außerdem gab es Hunderte von Bauernhöfen und etwa hundert Villen im Umland. Die Einwohnerzahl der Stadt wird auf 10-12.000 geschätzt, ein Drittel davon waren Sklaven. In den umliegenden Bauernhöfen und Villen dürften noch einmal doppelt so viele Menschen gelebt haben. Die kampanische Küste war ein beliebter Tummelplatz der wohlhabenden Römer, und so waren viele der Villen mit Panoramablick auf das Meer besonders prächtig. Sogar Nero (Regierungszeit 54-68 n. Chr.) soll eine Villa in der Nähe von Pompeji besessen haben, und es sei daran erinnert, dass seine Frau Poppaea Sabina aus dieser Stadt stammte.