Die im 15. Jahrhundert im romanischen Stil auf einer antiken Kultstätte wiedererrichtete Kathedrale, die den Heiligen Philippus und Jakobus geweiht ist, war Gegenstand verschiedener Restaurierungsarbeiten, die ihr Aussehen völlig veränderten, bis die Fassade 1924 wieder aufgebaut wurde. Das einzige originale Element ist das seitliche Marmorportal (1479), das im Türsturz die Wappen von Sixtus IV., dem Haus Aragon und Erzbischof De Angelis zeigt. Das Innere hat ein lateinisches Kreuz und drei Schiffe, ist an den Decken mit barocken Gemälden von Oronzo und Nicola Malinconio und Giacomo del Po verziert und bewahrt Werke von großem Wert. In der ersten Kapelle befindet sich neben der Taufkapelle, in der Torquato Tasso getauft wurde, ein prächtiges Marmorrelief des Erlösers von 1522, das von zwölf Tafeln aus dem 14. Im Kirchenschiff kann man den erzbischöflichen Thron und eine Kanzel bewundern, die mit einer "Madonna mit dem Kind mit den zwei heiligen Johannes" von Silvestro Buono (1580), beide aus dem 16. Jahrhundert, geschmückt ist; im Presbyterium ist der hölzerne Chor ein bemerkenswertes Beispiel sorrentinischer Intarsienarbeiten aus dem frühen 20. In der Kapelle des Allerheiligsten Sakraments schließlich dominiert ein wertvolles hölzernes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert den Altar aus dem 17. Jahrhundert mit seitlichen Putten von Domenico Antonio Vaccaro. Wenige Meter vom Dom entfernt, auf dem Corso Italia, befindet sich ein roter fünfstöckiger Glockenturm. Das Untergeschoss und die ersten drei Stockwerke stammen wahrscheinlich aus dem elften Jahrhundert, der obere Teil mit der Keramikuhr hingegen aus dem achtzehnten Jahrhundert.