Die Kirche St. Johannes der Täufer wurde in den 1300er Jahren gegründet. Sie befindet sich auf einem leichten Hügel am Fuße der Burgruine. Die Kirche war zuerst gotisch, dann im Stil der "Lubliner Renaissance" (zwischen 1586-91 und dann 1610-13 unter der Leitung des italienischen Architekten Jakub Balin) entwickelt. Neben der Kirche befinden sich Kapellen im Renaissance-Stil: die Kapelle der Familie Górski, die Kapelle der Familie Borkowski und die Kapelle "Różańcowa" (auf Englisch: die Rosenkranzkapelle). Vor allem der obere Teil des Sanktuariums sieht mit seinen Zinnen, Pilastern, Voluten und Einrichtungsornamenten prachtvoll aus. Die Decke der Kirche ist mit Stuckdekorationen bedeckt, geometrisch, manieristisch, in Kreisen, Quadraten, Herzen, Sternen und Rosetten geformt. Im Inneren der Kirche gibt es einige besonders bemerkenswerte Gegenstände: spätgotisches Hauptportal, 1620 von der flämischen Kunst inspirierte Orgel (die älteste in Polen), Parkett im Presbyterium (aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts), ein Taufbecken aus Stein (von Santi Gucci, einem Künstler aus Florenz), Jahrhundert cordovan antependia (die Abdeckungen des vorderen Teils des Altars aus gepresstem und gefärbtem Leder), eine intarsierte Kanzel von 1615 mit einer später angebrachten Rokokokappe, eine Spätrenaissancebüste von Mikołaj Przybyła und ein Rokokotabernakel. Der Hauptaltar ist mit Gemälden aus dem 19. Jahrhundert von J. Urbański aus Lublin geschmückt, die den heiligen Kasimir aus der Jagiellonen-Dynastie, einen Kronprinzen des Königreichs Polen, und das Martyrium des heiligen Bartolomäus darstellen. Die Kirche wurde zwischen 2010 und 2012 gründlich renoviert.