Eines der majestätischsten gotischen Bauwerke der Schweiz ist die Kathedrale Notre-Dame in Lausanne, die stolz an der Spitze der Stadt steht, von fast überall sichtbar ist und die Skyline prägt. Es ist ein riesiges Gebäude, dessen Hauptattraktionen ein komplett mit Fresken bemaltes Portal und eine große Rosette sind, die aus 105 mehrfarbigen Glasfenstern besteht. Der Glockenturm der Kathedrale bietet von seinen 152 Metern Höhe ein Panorama auf die Stadt und den See, das man nicht so schnell vergisst. Selbst diejenigen, die sich mit Architekturstilen weniger gut auskennen, werden die Kathedrale von Lausanne, die Ende des 12. Jahrhunderts im Herzen der Cité begonnen wurde, als Manifestation des gotischen Stils erkennen. Auf der rechten Seite der Kirche befindet sich das bemerkenswerte Aposteltor (1230), das auch als "portail peint" (bemaltes Tor) bekannt ist, weil die Statuen, die es schmücken, Spuren der ursprünglichen Polychromie tragen. Davor befindet sich ein Atrium mit Figuren von Heiligen und Propheten, Reliefs der Apokalypse, der Absetzung, der Auferstehung und der Krönung der Jungfrau im Architrav und im Tympanon über dem Eingang. Auch die drei Schiffe des Innenraums sind eine Manifestation des gotischen Stils, mit Spitzbögen, Chorgestühl, Bischofsgräbern, Skulpturengruppen und Fresken. Besonders wertvoll ist die Glasmalerei der Rosette im rechten Querschiff, die eine imago mundi mit Jahreszeiten, Monaten, den vier Elementen der physischen Welt und Tierkreiszeichen darstellt.