Das Nationale Observatorium von Athen (NOA) ist ein Leuchtturm des wissenschaftlichen Fortschritts in Griechenland, dessen Geschichte bis zu seiner Gründung im Jahr 1842 zurückreicht. Sie steht sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung an vorderster Front und entwickelt sich ständig weiter, um den sich ständig ändernden Bedürfnissen der griechischen Gesellschaft gerecht zu werden. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die NOA mit brillanten Köpfen und bemerkenswerten Persönlichkeiten in Verbindung gebracht, wie dem Gründer der Akademie von Athen, D. Eginitis, und dem Wissenschaftler, der für die erste topographische Karte des Mondes verantwortlich war, I. Smit.
Die Entwicklung der Institution wurde auch maßgeblich von nationalen Wohltätern wie S. Sinas und D. Doridis und visionären Architekten wie Theofil Hansen und Ernst Ziller beeinflusst. Die NOA ist in drei Institute unterteilt, die sich jeweils auf ein bestimmtes wissenschaftliches Gebiet spezialisiert haben. Das Institut für Astronomie, Astrophysik, Weltraumanwendungen und Fernerkundung (IAASARS) konzentriert sich auf Astronomie, Astrophysik, Weltraumwissenschaft und Fernerkundung. Das Institut für Umweltforschung und nachhaltige Entwicklung (IERSD) befasst sich mit Luftqualität, Umweltüberwachung, Meteorologie, Klima und Klimawandel.
Das Geodynamische Institut (GI) schließlich ist auf dem Gebiet der Physik des Erdinneren, der Fernerkundung in der Seismologie, der Geophysik, der Vulkanologie und der marinen Seismologie tätig. Eines der Hauptziele von NOA ist die Förderung von Innovation und die Unterstützung von Forschungsaktivitäten. Die Einrichtung betreibt ein ausgedehntes Netz von mehr als 550 landgestützten Messstationen in ganz Griechenland, die jeweils mit Antennen und Satellitensignalempfängern ausgestattet sind und Zugang zu zahlreichen Satelliten für eine hochauflösende Datenerfassung bieten.
NOA ist ein wichtiger Akteur bei der Vorhersage, Erkennung und Überwachung von Katastrophen und engagiert sich stark für die Abmilderung der Auswirkungen von Naturgefahren. Die Einrichtung arbeitet an verschiedenen Forschungsprogrammen mit, beteiligt sich an globalen Erdbeobachtungsinitiativen und unterstützt aktiv die Krisenmanagementbehörden in Griechenland und auf der ganzen Welt. Und schließlich ist NOA bestrebt, seinen Wissensschatz mit der Öffentlichkeit zu teilen. Besucherzentren an verschiedenen Standorten dienen als Bildungszentren und bieten Programme für Schulen, Familien und sozial schwache Gruppen an.
NOA-Besucherzentren haben Flüchtlingskinder und Menschen mit Behinderungen aufgenommen. Über die Bildung hinaus zielen diese Zentren darauf ab, die Welten der Wissenschaft und der Kunst zu verbinden und die Wissenschaft für die Öffentlichkeit zugänglicher und interessanter zu machen. Das Nationale Observatorium von Athen ist eine treibende Kraft in der griechischen wissenschaftlichen Forschung und trägt sowohl zum intellektuellen Erbe des Landes als auch zu seiner Vorbereitung auf Naturkatastrophen bei.