Die Solowezki-Inseln (oft als Solowki bezeichnet) sind sechs Inseln in den Gewässern des Weißen Meeres im Norden Russlands. Sie liegen nur 165 km vom Polarkreis entfernt. Das im 15. Jahrhundert gegründete Solowezki-Kloster war eines der berühmtesten und heiligsten Klöster Russlands und wurde zu einem wichtigen Pilgerziel.
Es war auch ein Ort des Exils, und im 20. Jahrhundert wurde es als brutales sowjetisches Gefangenenlager genutzt, in dem über eine Million Gefangene starben. Die sowjetischen Führer der 1920er Jahre sahen den Vorteil der Isolation und des rauen Klimas der Inseln anders und verwandelten den Archipel in eines der ersten Gulags des Landes. Noch immer wird der Archipel von den Schatten der Opfer heimgesucht, die sowohl in der Kaiserzeit als auch in der Sowjetzeit für ihre politischen Ansichten gelitten haben, doch sein altes Kloster verleiht dem Ort einen einzigartigen Hauch von Spiritualität. Das Kloster wurde nach dem Fall der Sowjetunion rehabilitiert, und heute ziehen die natürliche Schönheit, die spirituelle Bedeutung und die gewichtige Geschichte der Inseln Touristen aller Art an ihre Ufer.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Solovetskij-Inseln als Marinestützpunkt genutzt. Das Kloster wurde Anfang der 1990er Jahre wiedereröffnet und beherbergt heute wieder einige Mönche. Viele der Kirchen und andere Klostergebäude werden noch immer renoviert. Heute gehört das Solowezki-Kloster zum Weltkulturerbe,