Das Dorf Montpeyroux (nach 'mont pierreux', 'steiniger Hügel') macht seinem Namen alle Ehre, da es auf seinem felsigen Barsch thront. In diesem winzigen Dorf (357 Einwohner) sind in den gepflasterten Straßen Überreste der Militärgeschichte verstreut, obwohl es nur wenige Archive gibt, die ihre Geschichte detailliert beschreiben. Unter den fünf Wachtürmen und gedrungenen Mauern aus goldener Arkose (Sandstein) ist das prächtigste Merkmal der Zitadelle der Eingang aus dem 14. Über der Stadt thront der Bergfried aus dem 13. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts beherbergte dieser zinnenbewehrte Turm den örtlichen Herrscher und diente als Lagerraum; heute ist er ein Aussichtspunkt, von dem aus die Besucher die Landschaft aus 30 m Höhe über dem blumenbestandenen Dachvorsprung und den Terrakotta-Dächern von Montpeyroux bewundern können. Das verschlafene Montpeyroux war ein Zentrum der Weinproduktion, bis die Reblaus (rebenfressende Blattläuse) die Industrie in Mitleidenschaft zog, was wiederum die Bevölkerung des Dorfes stark dezimierte. Doch nach sorgfältiger Restaurierung und der Krönung zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs finden die verwinkelten Gassen und charismatischen alten Mauern von Montpeyroux wieder Bewunderer.