Das Douglas House befindet sich in dramatischer Lage an einem isolierten Ort, der zum Lake Michigan hin abfällt. Das Land fällt von der Straße so steil zum Wasser hinunter, dass das Haus in das Gelände eingekerbt zu sein scheint, ein maschinell bearbeitetes Objekt, das in einer natürlichen Welt liegt. Der Eingang zum Haus reicht über die Gebäudehülle hinaus. Da das Haus wegen des starken Gefälles des Geländes auf Dachhöhe betreten werden muss, nimmt es hier die Form einer fliegenden Brücke an, die von der Spitze der Frontalebene abzuscheren scheint. Die Ostseite zur Straße hin ist die private Zone, geschützt durch eine gespannte weiße Membran, die von quadratischen Öffnungen und horizontalen Fensterbändern durchbrochen wird. Die Brücke auf dem Dach akzentuiert den ungehinderten Raumfluss zwischen dieser Wand und dem Hang und wird als aktivierte Leere erlebt, die die Privatzone gegenüber der Straße weiter abdichtet. Einmal im Eingangsvestibül angekommen, öffnet sich der Blick nach Westen, sowohl auf die Wohn- als auch auf die Essebene, und hinaus auf eine große Dachterrasse mit Blick auf den Lake Michigan. Wie bei den Häusern Smith und Hoffman befindet sich der Kamin im Wohnzimmer direkt gegenüber dem Eingang, in diesem Fall jedoch zwei Stockwerke tiefer. Auf Dachebene fungieren seine Edelstahlschornsteine als Folie für den Eingang und rahmen die Aussicht ein. Die horizontale Zirkulation verläuft über vier offene Korridore, die hinter einer Sichtschutzwand übereinander gestapelt sind. Innen- und Außentreppen sorgen an den Ecken für den vertikalen Durchgang. Ein fast über die gesamte Länge der Dachterrasse verlaufendes Oberlicht bündelt das Sonnenlicht in den Wohnraum und verstärkt die Trennung zwischen öffentlichem und privatem Bereich des Hauses. Der Wohnraum schwebt innerhalb von drei Glaswänden quasi in der Landschaft. Der Kamin verankert den Raum und bindet den Boden an den Horizont des Sees, als ob das Wasser selbst aus den Ziegelsteinen auskragen würde. Die Ebenen des Hauses lassen sich in den Pfosten der Verglasung nachzeichnen, die die dramatischen Horizontalen der Seeoberfläche, des Horizonts und der Uferlinie wiedergeben. Vertikale Pfosten fächern sich aus den Ecken auf und tragen die Linien der großen Bäume entlang des Hauses mit sich. Der ungehinderte Fluss des Raumes von innen nach außen, der dem Smith House so kraftvoll eingeschrieben ist, wird vertieft.