Drottningholms Slottsteater wurde 1766 auf Wunsch von Königin Lovisa Ulrika gebaut. Das Theater ist aus einfachen Materialien gebaut, und der Zuschauerraum ist spielerisch mit Farbe, Stuck und Pappmaché dekoriert. Die hölzerne Bühnenmaschinerie wird von Hand bedient. Sie umfasst Wind-, Donner- und Wolkenmaschinen sowie Fallen und sich bewegende Wellen. Etwa 30 Bühnenbilder sind erhalten geblieben, die alle mit Themen aus dem Repertoire des 18. Jahrhunderts dekoriert sind.
Das erste goldene Zeitalter des Theaters wurde 1777 von König Gustaf III. eingeleitet. Zusammen mit Schauspielern wie Monvel, den Komponisten Naumann und Kraus, dem Ballettmeister Gallodier und dem Architekten Desprez brachte Gustaf mit Drottningholm neues Leben in das schwedische Theater und die Oper. Bis zu seinem Tod 1792, als das Theater geschlossen wurde, umfasste das Repertoire Glucks neueste Werke, Opéras comiques, klassische französische Dramen und pantomimische Ballette.
Als die Literaturhistorikerin Agne Beijer 1921 durch die Tür trat, entdeckte er eine schlafende Schönheit, die seit dem Ende des 18. Nach dem Austausch der Seile, einer gründlichen Reinigung und der Installation von Elektrizität wurde das prachtvolle Theater wiedereröffnet. Nun konnte die Maschinerie wieder Changements à vue, d.h. offene Szenenwechsel vor den Augen des Publikums, durchführen. 1991 erklärte das Welterbekomitee der UNESCO das Theater zusammen mit dem Drottningholm-Palast, dem Chinesischen Pavillon und dem umgebenden Park zum internationalen Kulturerbe.