San Andrés Xecul, ein kleines Dorf im westlichen Hochland von Guatemala, beherbergt eine bunt bemalte katholische Kirche, die mit einer faszinierenden Reihe von Maya-, christlichen und landwirtschaftlichen Bildern geschmückt ist. Das Gründungsdatum der Kirche San Andrés Xecul scheint unbekannt zu sein, aber ein Kreuz an der Fassade trägt die Jahreszahlen 1900-01. Das Jahr 2008 ist weiter oben gemalt, was vermutlich auf eine Restaurierung der Farbe hinweist. Die Kirche San Andrés Xecul hat eine ungewöhnliche Kuppel, die in bunten Streifen wie ein Strandball bemalt ist, aber der Höhepunkt ist die leuchtend gelbe Westfassade, auf der etwa 200 bemalte Skulpturen mit menschlichen Figuren, Engeln, Affen, Früchten, Mais und Quetzelvögeln in einem Technicolor-Chaos tanzen. Das Gesamtdesign erinnert an die Huipils, die von den einheimischen Frauen getragen werden, und die beiden Jaguare an der Spitze könnten die Zwillingshelden der Maya-Schrift, den Popol Vuh, darstellen. Im Inneren der Kirche befinden sich Dutzende von Kerzen, blutrünstige Christusbilder und Kronleuchter aus Glassteinen, Münzen und Rosenkranzperlen.