Wo ist der schönste Platz in Ulm? Genau - im Fischerviertel! Hier lässt es sich gut flanieren, essen und einkaufen. Romantische verwinkelte Gassen führen durch gut erhaltene und schön restaurierte Fachwerkhäuser. Galerien, Fachgeschäfte und kleine Boutiquen verlocken zum Stöbern und Einkaufen. Zahlreiche Restaurants in allen Himmelsrichtungen füllen den Energiebedarf nach dem Bummel wieder auf. Mehrere Kneipen laden zum Verweilen und Feiern ein.
Das Viertel wird von den Kanälen der kleinen und großen Blau durchzogen. Die Blau entspringt im nahen Blaubeuren zum Blautopf. In Ihrem klaren und frischen Wasser können Sie sogar Forellen beobachten. Auch zahlreiche Vogelarten werden von dem Wasser angezogen. Der Landkreis verdankt seine Existenz der Blau. Sie lieferte die Wasserkraft für die hier ansässigen Mühlen und den Wasserzugang zur Donau.
Neben den Müllern, Fischern und Schiffern siedelten sich im Mittelalter auch Gerber und Färber an. Diese brauchten viel Wasser für die Verarbeitung von Tierhäuten und das Färben von Stoffen. In der Zeit der Industrialisierung verloren diese Berufe an Bedeutung. Das Viertel verarmte und spielte lange Zeit keine große Rolle mehr. Die Bomben des Krieges verschonten das Viertel weitgehend und nach dem Krieg wurde es sorgfältig wieder aufgebaut.
Heute ist das Viertel eine beliebte Wohngegend und wegen seiner vielen Restaurants und Kneipen der Party-Hotspot von Ulm am Wochenende. Eigentlich heißt das Viertel Fischer- und Gerberviertel. Doch im Sprachgebrauch hat sich die Kurzform des Fischerviertels eingebürgert.