Die Kathedrale St. Nikolaus ist vielleicht das Symbol der Stadt und des Kantons. Die Arbeiten wurden im 13. Jahrhundert auf den Ruinen eines antiken römischen Gebäudes begonnen, wie auch viele andere Kirchen auf dem europäischen Gebiet. Der Stil, der ihn charakterisiert, ist der gotische und das kann man an seiner imposanten, aber schlanken Form erkennen, die ihn einem gigantischen Turm ähneln lässt. Diese Suche nach Erhebung zu Gott ist auch durch die Wahl des Gebäudes gegeben: ein Felsvorsprung, der es 50 Meter anhebt. Mit seinen insgesamt 76 m sieht er aus wie eine moderne Darstellung des Turms von Babel. Seine immensen Ausmaße sind das Ergebnis von mehr als 200 Jahren Arbeit, tatsächlich wurde er 1490 fertiggestellt. Man betritt die Kathedrale durch das Apostelportal, das von mehreren Statuen von Propheten, Engeln und Aposteln gekrönt wird. Touristen sind vom Äußeren durchschnittlich beeindruckt, aber das Innere ist nicht weniger beeindruckend. Die Glasfenster, die der polnische Maler Jozef Mehoffer zwischen 1896 und 1936 schuf, gehören zu den bedeutendsten Beispielen der religiösen Glasmalerei des Jugendstils in Europa. Das Ensemble wurde in den 1970er Jahren mit den Werken des französischen Malers Alfred Manessier ergänzt. Die Orgeln haben klassische und romantische Merkmale. Das Ensemble ist das Werk des lokalen Fabrikanten Aloys Mooser, 1824-34. Seine Instrumente erlangten internationalen Ruhm und zogen berühmte Musiker wie Franz Liszt und Anton Bruckner an. Sehenswert sind auch der Taufstein von Gylian Aetterli, das Gestühl von Antoine de Peney, die Kanzel von Hans Felder und die Glasfenster von Jozaf Mehoffer.