
Der Boden unter deinen Füßen ist schwarz und porös, ein Überrest von Eruptionen, die diesen Teil Kataloniens in den letzten elf Millionen Jahren geformt haben. Der Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa, im Herzen der Provinz Girona, beherbergt über vierzig erloschene Vulkane, die sich über etwa fünfzehntausend Hektar erstrecken. Es handelt sich nicht um trockene und kahle Kegel: Jeder Krater ist von Buchen- und Eichenwäldern umgeben, und der Kontrast zwischen dem dunklen Basaltgestein und dem intensiven Grün der Vegetation schafft Landschaften, die selbst diejenigen überraschen, die sie bereits kennen.

Das logistische Zentrum der Region ist Olot, eine Stadt mit etwa fünfunddreißigtausend Einwohnern, die buchstäblich auf vulkanischen Ablagerungen erbaut ist. Von hier aus beginnen die meisten markierten Wanderwege, und das Centre de Recursos de la Zona Volcànica — gelegen im Casal dels Volcans innerhalb des Parc de Can Jordà — bietet detaillierte Karten, Informationsschilder und aktuelle Hinweise zum Zustand der Wege. Es ist der ideale Ausgangspunkt, um sich zu orientieren, bevor man in das Reservat eintaucht.
Eine Biodiversität, die auf Lava aufgebaut ist

Das Paradoxon der Garrotxa ist, dass ihre außergewöhnliche Fruchtbarkeit gerade aus der vulkanischen Zerstörung resultiert. Die sich zersetzenden Basaltböden setzen Mineralien frei, die eine außergewöhnlich reiche Vegetation nähren. Die Buchenwälder, die die Vulkankegel bedecken — insbesondere die rund um den Volcà de Santa Margarida und den Volcà del Croscat — beherbergen eine Flora, die bemerkenswerte Mengen an Farnen, Moosen und Pilzen umfasst, besonders im Herbst. Der Unterholz ist dicht und schattig, mit gefiltertem Licht, das die Atmosphäre im Vergleich zu den umliegenden mediterranen Landschaften völlig verändert.
Die Fauna ist ebenso interessant: Der Park ist Lebensraum für Wildschweine, Füchse und verschiedene Arten von Nachtgreifvögeln. Entlang der Gewässer, die die Gegend durchziehen, wie dem Fluvià in seinen höheren Abschnitten, kann man den Eisvogel beobachten und mit Geduld den europäischen Otter, dessen Anwesenheit in den letzten Jahrzehnten dank der Programme zur Renaturierung der Flussökosysteme dokumentiert wurde. Die Amphibienarten sind besonders zahlreich, begünstigt durch die konstante Feuchtigkeit und die Wasserpfützen, die sich in den Kratervertiefungen bilden.

Die Vulkane, die man aus der Nähe sehen kann
Der Volcà del Croscat ist der jüngste Vulkan der Iberischen Halbinsel: sein letzter Ausbruch liegt etwa elf Tausend Jahre zurück. Ein bis in die Neunziger Jahre aktiver Steinbruch hat die Seite des Kegels aufgeschnitten, wodurch die innere Stratigraphie sichtbar wurde und die Schichten von Lapilli und vulkanischer Asche mit bloßem Auge zu erkennen sind. Dieser Schnitt, obwohl er durch die Abbauaktivitäten verursacht wurde, ist heute eines der didaktisch interessantesten Elemente des Parks: man kann die Ausbrüche buchstäblich wie die Seiten eines geologischen Buches lesen.

Nur wenige Kilometer entfernt bietet der Volcà de Santa Margarida ein anderes Erlebnis: Im Inneren des perfekt erhaltenen Kraters mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer steht eine kleine romanische Kapelle, die der Heiligen gewidmet ist. Der Rundweg, der den Rand des Kraters entlangführt, erfordert etwa anderthalb Stunden ruhigen Wanderns mit geringen Höhenunterschieden. Der Blick vom Inneren des Kraters — mit der Kapelle in der Mitte und den bewaldeten Wänden ringsum — ist eines dieser physischen Details, die im Gedächtnis bleiben.
Die mittelalterlichen Dörfer im Herzen des Waldes

Die Garrotxa ist nicht nur Natur: Die Dörfer, die die vulkanische Zone durchziehen, sind seit Jahrhunderten fast unverändert geblieben. Santa Pau, etwa zwanzig Kilometer von Olot entfernt, ist ein mittelalterliches Dorf mit einem Arkadenplatz aus dem 14. Jahrhundert, der die ursprüngliche Anlage bewahrt. Die Häuser aus dunklem Basaltstein verleihen den Gebäuden eine düstere und strenge Farbe, die sich stark von der katalanischen Küchenarchitektur unterscheidet. Der wöchentliche Markt für lokale Bohnen — die fesols de Santa Pau, eine geschützte Ursprungsbezeichnung — ist eines der repräsentativsten gastronomischen Produkte der Region.
Auch Besalú, etwa fünfundzwanzig Kilometer von Olot entlang der Straße nach Girona, verdient einen Abstecher: Seine mittelalterliche Brücke über den Fluss Fluvià, mit den Verteidigungstürmen, ist eines der am besten erhaltenen Beispiele katalanischer romanischer Architektur. Der Kontrast zwischen dem alten Stein und dem Grün der umliegenden Vegetation spiegelt genau das gleiche Gleichgewicht wider, das im gesamten Park zu finden ist.
Praktische Tipps für den Besuch der Garrotxa
Die beste Zeit für einen Besuch des Parks ist von April bis Juni und von September bis November: Im Sommer kann die Hitze intensiv sein und die am meisten frequentierten Wanderwege sind überfüllt, während im Herbst die Farben der Buchenwälder ihren Höhepunkt erreichen. Wanderschuhe sind unerlässlich: Die Wege auf vulkanischem Boden können nach Regen rutschig sein. Die meisten Hauptwege sind kostenlos zugänglich, aber das Besucherzentrum verlangt einen kleinen Beitrag für Informationsmaterialien.
Olot ist mit dem Bus von Girona in etwa anderthalb Stunden erreichbar oder mit dem Auto über die C-66. Es gibt keinen direkten Bahnhof. Für diejenigen, die ohne Auto ankommen, beginnen viele Wanderwege direkt im Zentrum von Olot zu Fuß, was es ermöglicht, die Hauptvulkane auch ohne ein Fahrzeug zu besuchen. Mindestens zwei volle Tage einzuplanen, um der Region gerecht zu werden, ist der ehrlichste Rat, den man geben kann.
