Struves geodätischer Bogen war ein internationales Projekt, das 1845 von dem deutschen Astronomen Friedrich Georg Willhelm von Struve initiiert wurde, um die Form und Größe der Erde durch die Messung der Entfernung von Hammerfest in Norwegen bis zum Schwarzen Meer zu kartieren. Auf einer Strecke von fast 3.000 Kilometern durch Norwegen, Schweden und Russland wurden zahlreiche Triangulationspunkte gesetzt.
In Norwegen befinden sich die geodätischen Punkte von Struve an vier Orten: Meridianstøtten auf Fuglenes in Hammerfest, die Gipfel des Lille-Raipas/Unna Ráipásaš-Gebirges in Alta, Luvddiidčohkka (Lodiken) in Kautokeino und Bealjášvárri/Muvravárri in Kautokeino. Ersterer ist eine einzigartige und sehr beliebte Attraktion und der nördlichste dieser Punkte.
Das Projekt dauerte fast 40 Jahre und war die erste internationale Zusammenarbeit, an der Norwegen als Nation beteiligt war. Die norwegischen Messstellen wurden 2005 in die Liste des Welterbes aufgenommen, zusammen mit 32 weiteren in anderen Ländern.
Top of the World