Gorom-Gorom (sein Name bedeutet in der Songhai-Sprache "setz dich, setz dich") liegt im Nordosten von Burkina Faso, etwa 290 km nordöstlich von Ouagadougou, und ist eine typische Sahel-Stadt, eingebettet in ein Meer von Dünen und von den Winden umweht. Es ist die letzte Stadt vor der einsamen Wüste der Dünen und der zischenden Stille. In Gorom-Gorom wohnt man im reinen sudanesischen Stil und taucht völlig in die Atmosphäre des Sahellebens ein. Die überwiegend nomadische Bevölkerung setzt sich aus Tuareg ("die blauen Männer der Wüste"), Peul, Maure und Songhaï zusammen. Es hat eine sehr malerische Altstadt, ein Labyrinth von Häusern aus Banco-Ziegeln (Lehmziegeln) und eine Reihe von kleinen, anmutigen, zinnenbewehrten Moscheen. Jeden Donnerstag findet ein sehr berühmter Markt statt, der zweifellos der größte, bunteste und interessanteste Markt in Burkina Faso, wenn nicht sogar in der gesamten Sahelzone ist. Ethnische Gruppen aus der Sahelzone und der Sahara mischen sich hier harmonisch: Tuareg-Hirten in indigoblauer Kleidung, Peul-Hirten und Songhaï-Bauern in leuchtend gelben Gewändern und roten Turbanen sowie Peul-Frauen in farbenfrohen Boubou (Gewändern), die Haare mit Perlen und Juwelen geflochten und mit runden Gold- und Silberohrringen geschmückt. Die Männer tragen Ledergürtel und kunstvolle Silberschwerter. Und das alles, ohne die bizarren Speisen und das Kunsthandwerk der Wüste zu berücksichtigen. Hier findet man alles: Töpferwaren, Gewürze und Getreide, Fleisch, Kleidung, Stoffe sowie typische Wüstenspeisen: süße Datteln, Lait Caillé (geronnene Milch). In einer separaten Ecke wird auch wertvolles Vieh zum Verkauf angeboten: Ziegen, Schafe, Maultiere, Büffel und mehr.