Der auf einem hohen Podium errichtete Grabkomplex wurde auf drei Seiten direkt in den Tuffsteinfelsen gehauen und besitzt eine monumentale Fassade, die das gesamte Tal beherrscht und über zwei seitliche Treppen zugänglich ist. Das Monument wurde ohne die Hinzufügung von Außenteilen erbaut, und aufgrund der Brüchigkeit des Tuffsteins sind viele seiner ursprünglichen architektonischen Elemente verloren gegangen.
Nur dank der bei den Ausgrabungen gefundenen Dekorationsfragmente konnte eine einigermaßen realistische Rekonstruktion des Werks vorgenommen werden.
Das gesamte Monument wurde mit polychromen Stuckarbeiten in Anlehnung an die dekorative Kunst der Etrusker, die leuchtende Farben liebten, bedeckt. Leider ist vom ursprünglichen Aussehen dieses Werks heute nur noch wenig übrig, obwohl sein Charme immer noch bemerkenswert ist.
Das Grabmal weist Überreste der zwölf kannelierten Säulen auf, die einen Pronaos mit einer Kassettendecke einfassten. Die Säulen trugen einen Relieffries, der mit einer Reihe von beleidigten Greifen verziert war, die von einer weiblichen Figur am Schwanz gehalten wurden und sich mit Rosetten abwechselten (wie sich auch aus den Resten eines Teils des Frieses ableiten lässt). Die einzige noch erhaltene Säule, in deren Kapitell anthropomorphe Figuren zu erkennen sind, trägt einen Rest einer Lakunardecke. Im Inneren, am Boden, sind Reste von bemaltem Putz zu sehen. Unter dem Podium befindet sich ein tiefer Dromos (Zugangskorridor), der etwa zehn Meter tief in den Tuffstein gegraben wurde und den Zugang zum Grabmal ermöglicht. Dieser Eingang kreuzt einen anderen auf der rechten Seite, der etwa 10 Meter in den Boden hinabführt und zu einem Grab aus dem 4. Das Innere der letztgenannten Grabkammer ist im griechischen Stil gehalten, und die Decke ist mit wunderschön polierten Särgen verziert.
Die Grabkammer des Ildebranda-Grabes weist keine größeren Dekorationen und keine Fragmente der Grabbeigaben auf, da sie in der Antike geschändet wurde. Die Kammer ist mit einer einzigen Plattform für Ablagerungen ausgestattet und hat einen Grundriss mit griechischem Kreuz und einen in Tuffstein gehauenen falschen Balken an der Decke.
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