Es gibt Spuren menschlicher Besiedlung im Karstgebiet, die auf das 4. Jahrtausend v. Chr. zurückgehen, aber die Stadt Grado wurde 181 v. Chr. als Seehafen der Stadt Aquileia gegründet.
Im 5. Jahrhundert flüchtete die Bevölkerung von Aquileia vor den Überfällen der Barbaren auf die Insel Grado, die, in die Lagune eingetaucht, ein idealer Ort war, um sich vor den meeresunkundigen Völkern zu verstecken.
Im Jahr 568, als die Langobarden kamen, floh auch der Patriarch von Aquileia nach Grado und gründete dort ein autonomes Patriarchat, das bis 1451 bestand, als der Titel an Venedig überging.
Nach einer Periode des Reichtums und des Prestiges verlor Grado seine Hauptrolle an Venedig und blieb bis 1800 im Schatten, als es dank der therapeutischen Tugenden seines Wassers und Sandes wiederentdeckt wurde. Grado wurde so zu einem kulturellen Bezugspunkt des europäischen "Bel Mondo" und wurde von reichen bürgerlichen Touristen, Künstlern und Adeligen eifrig frequentiert.
Grado wurde 1936 durch eine Panoramastraße mit dem Festland verbunden, wurde aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich "wiedergeboren", als ein starker Zustrom von Touristen einsetzte und die Insel der Sonne (so genannt wegen ihrer schönen Strände) zu einer weiteren Entwicklung führte.
Heute bietet Grado seinen Gästen den Charme eines perfekt gepflegten historischen Zentrums, eine bezaubernde Lagune, die sich über 25 km erstreckt, goldene Sandstrände, ein sauberes Meer mit sicherem Meeresgrund, ein lebendiges Stadtzentrum voller Fußgängerzonen und Radwege, um die Schönheit und den Charme der Insel kennenzulernen.