Tief in einem üppigen Tal entlang der 2.000 Fuß hohen Koolau-Kette liegt das Tal der Tempel. Die hügelige Landschaft des Tals der Tempel ist der Rastplatz für viele von Hawaiis Verstorbenen. Hunderte von frisch gepflanzten tropischen Blumen, wie Fackel-Ingwer und Paradiesvogel, sind hier verstreut, um an ihre Lieben zu erinnern. Die Hauptattraktion im Tal der Tempel ist ein japanischer Tempel namens Byodo-in, was übersetzt "Tempel der Gleichheit" bedeutet. Als maßstabsgetreue Nachbildung eines Tempels in Uji Japan und ganz ohne Nägel wurde der Byodo-in 1968 zum hundertjährigen Gedenken an die ersten japanischen Einwanderer auf Hawaii eingeweiht. Der berühmte Kyoto-Landschaftsgärtner Kiichi Toemon Sano plante den japanischen Gartenkomplex, der Byodo-in beherbergt, mit äußerster Liebe zum Detail, von der welligen Gestaltung des Kieses bis zu den kleinen Brücken über den Fischteich. Das tiefe Dröhnen der heiligen Glocke (bon-sho) füllt das ruhige Tempelgelände, wie es üblich ist, dass Besucher vor Betreten des Tempels die Glocke läuten, um Glück und Langlebigkeit zu erlangen. Um die fünf Fuß hohe, dreitonnige Messingglocke zum Klingen zu bringen, muss man einen hölzernen Holzklotz namens Shu-Moku ziehen und loslassen. Im Inneren des Byodo-in sitzt ein 18 Fuß hoher, mit Blattgold überzogener Buddha, in dem Besucher willkommen geheißen werden, Weihrauch anzuzünden und ein Gebet darzubringen. Draußen streifen Pfauen und schwarze Schwäne durch den Garten, und Schildkröten lümmeln am Teich. Der Teich des Tempels ist auch mit Koi gefüllt, einem japanischen Zierfisch, der ein Symbol für Liebe und Freundschaft ist. Das Tal der Tempel ist wirklich ein verstecktes Juwel auf Hawaii, das abseits der ausgetretenen Pfade an der Windward Coast gefunden wurde.