Am Freitag wurde das Heimatkriegsmuseum in Turanj, einem Dorf in der Nähe von Karlovac, offiziell eröffnet, wo die Sammlung der Waffen und Ausrüstungsgegenstände aus dem Heimatkrieg eine Zeit lang als Freiluftausstellung aufbewahrt wird. Nun wurde das gesamte Museum, einschließlich der Ausstellung im Gebäude, von der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Bei der Eröffnung des Museums erinnerte sie daran, dass Turanj nicht nur einer der vielen Orte war, an denen Kroatien während des Krieges verteidigt wurde, sondern auch ein wichtiges Symbol des Sieges für ganz Kroatien.
Der Präsident erinnerte daran, dass die imaginäre Grenze des so genannten Großserbiens Virovitica-Karlovac-Karlobag sein sollte, und dass aufgrund der Form Kroatiens die größte Gefahr um Karlovac herum besteht.
Sie fügte jedoch hinzu, dass "Kroatien hier nicht gebrochen wurde - vielmehr wurde Turanj zum Symbol des Sieges für Kroatien". Die Präsidentin sagte auch, dass es wichtig sei, die Erinnerungskultur zu pflegen, und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das Heimatkriegsmuseum zusammen mit dem Wasserturm von Vukovar zu einem der wichtigsten Symbole der Erinnerung an den Heimatkrieg wird.
Tomo Medved, Minister für Veteranenangelegenheiten, sagte, das Museum richte sich vor allem an die jüngeren Generationen, als ständige Erinnerung an die jüngere kroatische Geschichte und die Stärke, Entschlossenheit und Tapferkeit der kroatischen Soldaten. Das Heimatkriegsmuseum ist bereits Teil des Besuchs der Achtklässler in Vukovar, Turanj, Knin und Okučani, der Teil des obligatorischen Geschichtsunterrichts ist. Medved fügte hinzu, dass das Museum auch einem touristischen Zweck dienen sollte, wie es in allen touristischen Katalogen und Karten der Region zu finden sein wird. Kulturministerin Nina Obuljen Koržinek besuchte das Museum und sagte, dass es sehr modern sei und dass sie hoffe, dass es bald zu einem der meistbesuchten Museen in diesem Teil Kroatiens wird. Die Gesamtinvestition in das Museum betrug fast 27 Millionen Kuna, und das Kulturministerium beteiligte sich mit acht Millionen Kuna.
Das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, hieß "Hotel California" während der schlimmsten Tage der Zerstörung, und es wurde in einem so verfallenen Zustand konserviert, dass es zum Ausstellungsstück im Museum selbst wurde. Neben der Innenausstellung umfasst die Freiluftsammlung 23 notdürftig gepanzerte Fahrzeuge und mehrere Flugzeuge, die während des Krieges eingesetzt wurden.