EINE SCHÖNE EICHE WÄCHST in einem toskanischen Wald. Ihre dicken, moosbewachsenen Äste erstrecken sich horizontal und geben ihr ein seltsam gequetschtes Aussehen. Der alte Baum trägt viele Namen und hat schon viele Legenden und Überlieferungen hervorgebracht.
Einer lokalen Legende zufolge versammelten sich einst Hexen an der 600 Jahre alten Eiche. Sie tanzten wild auf den knorrigen Ästen und verwandelten die Pflanze in eine Bühne für ihre Gesänge und Zeremonien. Angeblich hemmten ihre Rituale das Wachstum des Baumes und verformten seine Form, so dass er sich eher nach außen als nach oben streckte. Die alte Eiche inspirierte auch eine andere Geschichte, die Kindern auf der ganzen Welt besser bekannt ist. Carlo Collodi saß einst unter ihren riesigen Ästen, als er einige Kapitel der Abenteuer von Pinocchio schrieb. Er inspirierte die Szenen, in denen der berühmte Puppenjunge die Katze und den Fuchs trifft und später von der Blauen Fee gerettet wird, nachdem er gehängt wurde. Daher lautet einer der anderen Namen des Baumes Quercia di Pinocchio (Pinocchios Eiche). Der Baum ragt in einem Gebiet auf, das seine Verbindung zu Pinocchio mit anderen Orten, die mit der Geschichte in Verbindung stehen, feiert.
Die italienische Regierung hat den legendären Baum offiziell als Nationaldenkmal anerkannt.