Das Hundertwasserhaus ist ein Wohnhaus in einzigartiger Farbgebung mit sehr interessanter Architektur. Das Hundertwasserhaus ist ein 1986 vom Architekten und Künstler Friedensreich Hundertwasser errichteter sozialer Wohnkomplex in Wien. Es befindet sich im Bezirk Landstraße, östlich des Stadtzentrums. Der Künstler wollte Freude und Lebenslust in die 50 Wohnungen für die weniger wohlhabenden Menschen der Stadt bringen und baute die verschiedenen Strukturen mit weichen Linien. Tatsächlich gibt es in dem gesamten Komplex keine scharfen Kanten. Die Fassaden sind in hellen Farben gestrichen und mit bunten Keramiken verziert. Auf jeder Terrasse gibt es hängende Gärten, die dazu dienen, Grün in jede Wohnung zu bringen.
Friedensreich Hundertwasser kann in jeder Hinsicht als Vorreiter der nachhaltigen Architektur bezeichnet werden, denn in einer Zeit, die man nicht vermutet hätte - die ersten Umweltbewegungen waren gerade im Entstehen - setzte er sich energisch für umweltfreundliche Theorien ein und realisierte "grüne" und energieeffiziente Gebäude. Friedensreich Hundertwasser begann beruflich als Maler, schuf aber bald zahlreiche Bauten, in denen er Vegetation als architektonisches Element einsetzte: begrünte Dächer, hängende Gärten, Loggien, Terrassen und Fassaden sind mit Pflanzen bewachsen. In einer seiner Publikationen ("The Tenant Tree") bekräftigt er, dass der Baum, wie der Mensch, ein echter Mieter ist, er ist ein integraler Bestandteil des Hauses und deshalb "pflanzt" er ihn überall, getreu seinem Prinzip, dass das Haus in Harmonie mit der Natur sein muss: "für eine menschlichere Architektur im Einklang mit der Natur".