Fjallabak kann sich auf das Naturreservat Fjallabak oder auf zwei Hochlandrouten beziehen, die Süd-Fjallabaksleið oder die Nord-Fjallbaksleið. Der Name "Fjallabak" bedeutet wörtlich übersetzt "Der Rücken der Berge" oder "Gebirgsrücken". Diese Hochlandroute mit dem unaussprechlichen Namen bietet eine bemerkenswert malerische Reise durch das Hochgebirge nördlich des Gletschers Mýrdalsjökull. Er ist das Ergebnis von Jahrtausenden geologischer Aktivität. Das Naturreservat Fjallabak wurde 1979 gegründet. Das Naturreservat ist 47.000 Hektar groß und liegt über 500 Meter über dem Meeresspiegel. Das Land ist gebirgig, von Vulkanen und geothermischer Aktivität geformt, bedeckt von Laven, Sanden, Flüssen und Seen.ie Durchschnittstemperatur im Fjallabak Naturreservat liegt wahrscheinlich bei 0-1°C. Im Juli und August kann man mit Temperaturen zwischen 5-14°C rechnen, und im Winter liegt die Durchschnittstemperatur bei etwa -6°C. Gebirgsregionen haben die Tendenz, die allgemeine Wettersituation zu verändern, und das Torfajokull-Gebirge ist da keine Ausnahme. Die wichtigsten lokalen Wettervariationen sind: Senkung der Temperaturen, Erhöhung der Windgeschwindigkeit, lokale Änderungen der Windrichtung, Produktion von Nebel und Dunst, erhöhte Wahrscheinlichkeit von Regen und Schnee.Wegen des kalten Klimas im Naturreservat beträgt die Wachstumsperiode der Vegetation nur etwa zwei Monate pro Jahr und die Bodenbildung ist sehr langsam. Der Boden weist einen Mangel an vollständig verrotteten und verwitterten Mineralien auf und ist daher rau und inkohärent, außerdem ist der Wind- und Wassertransport leicht. Sandstürme, die in weiten Teilen des Gebietes üblich sind, sowie Vulkanausbrüche bedecken das Naturschutzgebiet mit Lava und Asche. Wenn man sich all diese Bedingungen vor Augen hält, zusammen mit der Tatsache, dass die Region über die Jahre hinweg stark beweidet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Vegetation im Naturreservat spärlich ist. Die zusammenhängende Vegetationsdecke ist eher gering und die größten und grünsten bewachsenen Flächen befinden sich in der Nähe von Flüssen und Seen, z. B. das Kylingar-Gebiet, das ein zusammenhängendes Moorgebiet mit Tümpeln und Teichen und verschiedenen Sumpfpflanzen ist. Das saure Rhyolith-Grundgestein ist weitgehend kahl, aber die Hyaloklastit-Formationen sind oft von oben bis unten mit Moos bewachsen.
Es wurden etwa 150 Arten von Blütenpflanzen, Farnen und Verbündeten unterschieden. Die Zwergweide ist auf trockenen Sanden und Lava verbreitet, das Wollgras in Sümpfen. Tieflandvegetation findet man in der Nähe des Geothermalgebiets bei Landmannalaugar, wo die Gewöhnliche Segge weit verbreitet ist und das Sumpf-Fingerkraut das Auge erfreut.