Die Kathedrale von Gloucester, formal die Domkirche St. Peter und die Heilige und Unteilbare Dreifaltigkeit, ist eine normannische und gotische Kathedrale in der historischen Stadt Gloucester im Westen Englands. 1100 wurde die prächtige Kathedrale als normannische Abteikirche erbaut und überlebte die Auflösung dank ihrer historischen Verbindung mit der Monarchie. Sie verfügt über eines der größten mittelalterlichen Kirchenfenster in England und ein elegantes und beeindruckendes Inneres. Von dieser Kirche aus bestellte Wilhelm I. das Domesday Book, und in der jüngeren Geschichte wurde die Kathedrale mit der Verfilmung von mehr als einem Harry-Potter-Film geschmückt. Die Abtei von St. Peter in Gloucester wurde 681 n. Chr. vom sächsischen König Osric gegründet. Die Abtei wurde auf römischen Fundamenten erbaut und bestand ursprünglich aus Holz. Im 9. Jahrhundert wurde die Holzkonstruktion durch Stein ersetzt, und 1058 wurde die Abteikirche vom Bischof von Worcester in viel größerem Umfang wieder aufgebaut. Im Jahr 1088 wurde dieses Gebäude durch einen Brand zerstört, und 1089 begann der Bau eines neuen Gebäudes mit der Krypta und der steinernen Hauptstruktur. Die Einflüsse auf diese Struktur, von der heute noch viele erhalten sind, sind sowohl angelsächsischer als auch normannischer Natur. Die nahe gelegene Worcester-Kathedrale wurde 1084 im großartigen romanischen Stil begonnen, und sie diente als das am leichtesten verfügbare Modell.
Die neue Kirche wurde 1100 eingeweiht, wurde aber nur 22 Jahre später durch einen Brand fast zerstört. Der Wiederaufbau ging aufgrund fehlender Mittel nur langsam voran, war aber 1216 gut genug, um als Ort für die Krönung des jungen Heinrich III. gewählt zu werden. Die Krönung belebte das königliche Interesse an der Abteikirche neu. 1330 wurde der ermordete König Edward II. in der Kirche begraben, was für die Zukunft des Petersdoms ebenfalls von großer Bedeutung war. Der grausame und ungerechte Tod des Königs machte ihn zu einem inoffiziellen Heiligen, und sein Grab zog Pilger von nah und fern an. Viele dieser Pilger machten der Abtei extravagante Geschenke. 1867-73 wurde die Abtei von Sir George Gilbert Scott grundlegend renoviert. Die Kathedrale von Gloucester wurde im Zweiten Weltkrieg nicht beschädigt, aber es wurden Vorkehrungen getroffen: Das Große Ostfenster wurde entfernt und in der Krypta aufbewahrt. Es war keine Zeit, aufzuschreiben, wo das Glas beim Abbau hinkam, so dass es nach dem Krieg anhand alter Postkarten wieder zusammengebaut werden musste. Außen ist vor allem der beeindruckende zentrale Turm interessant, der sich 69 m (225 Fuß) hoch erhebt und von weitem sichtbar ist.