Le Bourg ist das historische Viertel von Freiburg, eröffnet von Berthold V. von Zähringen, Herzog von Zähringen und Burgund und Gründer der Stadt. Der Herzog ließ hier 1157 seine Burg errichten, einen Turm auf einem Felsvorsprung, der heute die Place de Hotel-de-Ville ist und zur Sarina hin auskragt. Hier befinden sich auch die beiden Hauptkirchen, die Kathedrale St. Nikolaus und die Kirche der Minderen Konventualen, sowie das Museum für Kunst und Geschichte, der Espace Jean-Tinguely, das Gutemberg-Museum und das Schweizer Nähmaschinenmuseum. Die Freiburger Altstadt wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Anschluss an die Burg erbaut. Das mittelalterliche Viertel ist leicht zu besichtigen, da es durch eine einzige breite Allee geteilt wird, von der mehrere parallele Straßen abzweigen, darunter die Rue des Chanoines und die Rue des Bouchers, die beide durch ihre Märkte, Kirchen- und Verwaltungsgebäude gekennzeichnet waren. Später dehnte sich die Siedlung in Richtung des 128 km langen Flusses Sarina aus, der durch den Kanton Freiburg fließt. Von den Brücken in diesem Gebiet, der steinernen Pont du Milieu aus dem 17. Jahrhundert und der überdachten Pont du Berne aus dem 13. Jahrhundert, hat man eine herrliche Aussicht.